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Igor, ziviles Opfer des Krieges in der Ostukraine

Der Krieg in der Ostukraine, der aus unseren Medien fast verschwunden ist, fordert jeden Tag aufs Neue seine Opfer. Hier ist ein dringender Fall, den unser Verein „Ad Pacem“ in diesen Tagen unterstützen möchte, wenn es mit Ihrer Hilfe möglich ist.

Es handelt sich um eine dringende Operation für den jungen Igor, ein ziviles Opfer, das an der Front durch Kugeln verwundet worden ist. Die Familie besitzt nicht das nötige Geld, um die Operation sowie den Krankenhausaufenthalt zu bezahlen.

Dringende Operation

In den letzten Wochen kam es an der Frontlinie, an der sich die ukrainische Armee und die von Russland bewaffneten Separatisten gegenüberstehen, zu einem Wiederaufflammen der Schießereien. Viele Familien leben in dieser Gegend, weil sie nicht fliehen können und keine Freunde oder Familie haben, die sie aufnehmen.

Das ist der Fall des 22-jährigen Igor, der mit seinem Vater, der seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten verdient, in einem Dorf nahe der Frontlinie wohnt.

Ende Februar war er in seinem Garten, als er durch verirrte Kugeln im Bauch und an der Hand schwer verwundet wurde. In einer ersten Operation wurden seine Wunde im Bauchbereich dringend provisorisch behandelt und zwei Finger entfernt. Die zweite und wichtigere Operation wurde wegen der Covid-Gesundheitskrise in der Region mehrmals verschoben. Wir wissen, dass die finanzielle Situation des Vaters es ihm nicht erlaubt, diese zweite Operation, die am nächsten Mittwoch, den 19. Mai, durchgeführt werden sollte, zu bezahlen. Sie wird aber nur durchgeführt, wenn der Vater das Krankenhaus im Voraus bezahlt und die Medikamente mitbringt, die er ebenfalls im Voraus besorgen muss. Der Chirurg hat ihm davon abgeraten, russische Medikamente zu kaufen, die zwar billiger, aber auch von viel schlechterer Qualität und für diese Operation unwirksam sind.

Ein guter Bekannter, dem wir schon seit Jahren helfen, stellte telefonisch die Verbindung zwischen uns und Igors verzweifeltem Vater her. Die Operation ist notwendig, um das Leben seines Sohnes zu retten, der mindestens zwanzig Tage für Sonderbehandlungen im Krankenhaus bleiben muss. Auch muss der Vater alle Medikamente, die nach der Operation gebraucht werden, kaufen.

Nach den uns derzeit vorliegenden Informationen belaufen sich die Kosten für Igors Operation auf 800€, der Einkauf von Medikamenten auf 400€, der Krankenhausaufenthalt mit allen Spezialmedikamenten auf weitere 400€. Man muss wissen, dass ein durchschnittlicher Arbeiter in den von den prorussischen Separatisten besetzten Gebieten im besten Fall 150€ im Monat verdient; eine Finanzierung ist für Igors Vater, der nicht einmal einer regelmäßig bezahlten Arbeit nachgeht, demnach unmöglich.

Wir appellieren an Ihre Großzügigkeit, damit wir Igors Operation und seinen Krankenhausaufenthalt bezahlen können. Jede Spende, wie groß sie auch ausfällt, macht den Unterschied.

Sie können Ihre Spende auf unser Bankkonto IBAN LU28 0099 7800 0064 0276 (BIC: CCRALULL) mit dem Vermerk „Operation Igor“ überweisen.

Wir danken Ihnen sehr und werden Sie in den kommenden Wochen über das weitere Vorgehen in dieser dringenden Hilfsaktion auf dem Laufenden halten.