Unterstützungsaktionen

Erfolg der „Igor“-Operation

Im Newsletter Nr. 10 haben wir dazu aufgerufen, die dringende Operation von Igor zu unterstützen, einem zivilen Opfer, das im Februar 2021 bei Zusammenstößen zwischen der ukrainischen Armee und pro-russischen Separatisten schwer verletzt wurde.

Seitdem wartete Igor zu Hause auf die Möglichkeit einer Operation. Aber die Familie konnte das nötige Geld für die Operation nicht aufbringen. In der Zwischenzeit wurde Igors Zustand immer schlechter.

Ende April erfuhren wir durch einen Bekannten von seinem Fall. Wir beschlossen, die Kosten für die Operation und alle notwendigen Behandlungen zu übernehmen.

Im Mai konnte die Operation, die mehrfach verschoben worden war, durchgeführt werden. Es war eine Operation, die von morgens bis abends dauerte und bei der alle Projektilstücke, die Igor in den Unterleib bekommen hatte, entfernt wurden. Und seine Organe wurden wieder an ihren Platz gesetzt. Igor war einen Monat lang im Krankenhaus und machte eine sehr harte postoperative Phase durch.

Heute ist er nach Hause zurückgekehrt und setzt die tägliche Rehabilitationsbehandlung im Krankenhaus fort. Er wird wochenlang eine strenge Diät einhalten müssen und für den Rest seines Lebens behindert bleiben. In einem kürzlichen Telefonat bedankte er sich bei unserer Vereinigung und allen Spendern, die spontan gespendet haben, um sein Leben zu retten.

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Igor, ziviles Opfer des Krieges in der Ostukraine

Der Krieg in der Ostukraine, der aus unseren Medien fast verschwunden ist, fordert jeden Tag aufs Neue seine Opfer. Hier ist ein dringender Fall, den unser Verein „Ad Pacem“ in diesen Tagen unterstützen möchte, wenn es mit Ihrer Hilfe möglich ist.

Es handelt sich um eine dringende Operation für den jungen Igor, ein ziviles Opfer, das an der Front durch Kugeln verwundet worden ist. Die Familie besitzt nicht das nötige Geld, um die Operation sowie den Krankenhausaufenthalt zu bezahlen.

Dringende Operation

In den letzten Wochen kam es an der Frontlinie, an der sich die ukrainische Armee und die von Russland bewaffneten Separatisten gegenüberstehen, zu einem Wiederaufflammen der Schießereien. Viele Familien leben in dieser Gegend, weil sie nicht fliehen können und keine Freunde oder Familie haben, die sie aufnehmen.

Das ist der Fall des 22-jährigen Igor, der mit seinem Vater, der seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten verdient, in einem Dorf nahe der Frontlinie wohnt.

Ende Februar war er in seinem Garten, als er durch verirrte Kugeln im Bauch und an der Hand schwer verwundet wurde. In einer ersten Operation wurden seine Wunde im Bauchbereich dringend provisorisch behandelt und zwei Finger entfernt. Die zweite und wichtigere Operation wurde wegen der Covid-Gesundheitskrise in der Region mehrmals verschoben. Wir wissen, dass die finanzielle Situation des Vaters es ihm nicht erlaubt, diese zweite Operation, die am nächsten Mittwoch, den 19. Mai, durchgeführt werden sollte, zu bezahlen. Sie wird aber nur durchgeführt, wenn der Vater das Krankenhaus im Voraus bezahlt und die Medikamente mitbringt, die er ebenfalls im Voraus besorgen muss. Der Chirurg hat ihm davon abgeraten, russische Medikamente zu kaufen, die zwar billiger, aber auch von viel schlechterer Qualität und für diese Operation unwirksam sind.

Ein guter Bekannter, dem wir schon seit Jahren helfen, stellte telefonisch die Verbindung zwischen uns und Igors verzweifeltem Vater her. Die Operation ist notwendig, um das Leben seines Sohnes zu retten, der mindestens zwanzig Tage für Sonderbehandlungen im Krankenhaus bleiben muss. Auch muss der Vater alle Medikamente, die nach der Operation gebraucht werden, kaufen.

Nach den uns derzeit vorliegenden Informationen belaufen sich die Kosten für Igors Operation auf 800€, der Einkauf von Medikamenten auf 400€, der Krankenhausaufenthalt mit allen Spezialmedikamenten auf weitere 400€. Man muss wissen, dass ein durchschnittlicher Arbeiter in den von den prorussischen Separatisten besetzten Gebieten im besten Fall 150€ im Monat verdient; eine Finanzierung ist für Igors Vater, der nicht einmal einer regelmäßig bezahlten Arbeit nachgeht, demnach unmöglich.

Wir appellieren an Ihre Großzügigkeit, damit wir Igors Operation und seinen Krankenhausaufenthalt bezahlen können. Jede Spende, wie groß sie auch ausfällt, macht den Unterschied.

Sie können Ihre Spende auf unser Bankkonto IBAN LU28 0099 7800 0064 0276 (BIC: CCRALULL) mit dem Vermerk „Operation Igor“ überweisen.

Wir danken Ihnen sehr und werden Sie in den kommenden Wochen über das weitere Vorgehen in dieser dringenden Hilfsaktion auf dem Laufenden halten.

Unterstützungsaktionen

Unser Kalender 2021 ist jetzt verfügbar

Mehrere Mitglieder unserer Vereinigung „Ad Pacem servandam“ haben in den Vinzentinischen Voralpen in Norditalien auf dem „Sentiero della Pace“, dem Weg des Friedens, knapp hundert Kilometer zwischen 1.600 und 2.300 Metern Höhe zurückgelegt. Dieser Weg zeichnet die Frontlinie des Ersten Weltkriegs nach, insbesondere von 1915 bis 1918 zwischen Italien und Österreich-Ungarn. Es war wichtig für uns, vor Ort zu verstehen, wie unmenschlich und zerstörerisch die Kriege sind. Die Fotos in diesem Kalender berichten von unseren Erfahrungen.

Der Verkaufserlös dieses Kalenders ist vollständig für ein Stipendium des jungen Ukrainers Sergej bestimmt, der in diesem Sommer beschloss, aus seiner von den Russen besetzten Heimatstadt zu fliehen, um in der freien Ukraine zu leben und zu studieren.

Unser Kalender 2021 ist für 10€ bei der Librairie Diderich (Esch-sur-Alzette, Luxemburg), dem Weltbuttek (Esch-sur-Alzette, Luxemburg), sowie der Librairie Virgule (Longwy, Frankreich) erhältlich.

Alternativ können Sie den Kalender auch mit dem untenstehenden Formular auf unserer Website bestellen und eine Überweisung auf unser Bankkonto IBAN LU28 0099 7800 0064 0276 (CCRALULL) tätigen. Sobald wir die Zahlung erhalten haben, werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen, um die Lieferung einvernehmlich zu vereinbaren.

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Unterstützungsaktionen

FRIEDENSMARSCH AN DER KRIEGSFRONT 1915-18

Eine Woche lang, von Montag, dem 7. September, bis Freitag, dem 11. September 2020, wanderten einige unserer Mitglieder eine Strecke des 650 km langen Sentiero della Pace (Weg des Friedens), der entlang der italienischen Front oder Alpenfront des Ersten Weltkriegs verläuft. Hier standen sich zwischen 1915 und 1918 die italienische und die österreichisch-ungarische Armee gegenüber. Die gewählte Route befindet sich in den Voralpen von Vicenza, in der Nähe der Stadt Rovereto und des Gardasees.

Es ging darum, an Orten des „Großen Krieges“, wie die Italiener den Ersten Weltkrieg nennen, die sehr harte Realität eines Gebirgskrieges zu entdecken, der in Europa wenig bekannt ist, obwohl er im Militärkorps beider Länder etwa eine Million Opfer forderte.

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Unterstützungsaktionen

Musikinstrumente für Jugendliche in Avdiivka

Unsere Vereinigung „Pour la Paix et contre la Guerre“ finanzierte und schickte 2019 alle Musikinstrumente an eine Gruppe von Jugendlichen, die sich dem Krieg mit der Musik widersetzen.

Avdiivka ist eine Industriestadt in der Ukraine, die an die Stadt Donezk grenzt, die von prorussischen Milizen kontrolliert wird. In der Zeit vor dem Krieg, also vor 2014, konzentrierte sich das kulturelle Leben vor allem auf Donezk. In Avdiivka befanden sich nur Betriebe und Schlafviertel. Seit Sommer 2014 leben die Bewohner von Avdiivka in unmittelbarer Nähe des Frontverlaufs.
Ein ukrainisch-patriotisches Ehepaar, Svetlana und Oleksiy Savkevych, setzt sich seit Anfang des Krieges für Freizeitaktivitäten von Jugendlichen in ihrer Stadt ein. Im Mai 2018 ist es ihnen sogar gelungen, ein Festival der ukrainischen Kultur in Avdiivka zu organisieren.
Dieses Festival hat bei Jugendlichen großes Interesse an der Musik geweckt. Daher wollte Oleksiy einen Musikraum für Jugendliche finden und ausrichten. Es sollte ein Raum sein, in dem Jugendliche sich treffen könnten, weit weg von der Straße und dem Krieg. Die Jugendlichen sollten voneinander lernen und miteinander Musik machen.
Am Anfang trafen sich die Jugendlichen in Garagen und in verlassenen Häusern und gründeten eine Rockband. Sie hatten Gitarren von schlechter Qualität und nur ein altes Schlagzeug, das ihnen eine Stadtbewohnerin geschenkt hatte. Besen dienten als Mikrofonständer. Oleksiy stellte einen Antrag  bei der Stadtverwaltung und den politischen Verantwortlichen, damit ihm ein Raum zugeteilt würde, in dem die Jugendlichen weiterhin Musik machen könnten.
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Unterstützungsaktionen

Kalender 2020 mit Fotos vom Friedensmarsch

Von Ende Juli bis Anfang September 2019 unternahm unser Mitglied Anselmo Malvetti einen Friedensmarsch vom Genfersee bis zum Mittelmeer. Er wollte damit die Aufmerksamkeit auf den russisch-ukrainischen Krieg lenken, dem bisher mehr als 14.000 Menschen zum Opfer gefallen sind und der 1,5 Millionen Ostukrainer aus ihrem Heimatgebiet in die Flucht, meistens in die freie Ukraine, getrieben hat.

Von seiner langen Wanderung stellte uns Anselmo im Herbst die 12 schönsten Fotos, die er gemacht hatte, zur Verfügung. Diese sollten dazu dienen, einen Kalender für 2020 zu gestalten. Frau Lisa Battestini, auch Mitglied unserer Vereinigung, entwarf das Design.

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Unterstützungsaktionen

Hilfeaktion für Flüchtlingskinder in Dnipro

Im Laufe des Monats November 2019 kontaktierte uns die ukrainische Caritas in Dnipro, einer Millionenstadt in der Ostukraine,ob wir Kleider, Schuhe und Geschenke senden könnten, die an etwa 40 Flüchtlingskinder im Alter von 1 bis 15 Jahren verteilt würden.
Spontan spendeten etliche Mitglieder unserer Vereinigung Kleider, Schuhe und Geschenke für diese Hilfsaktion. Zwei Kisten mit Kinderkleidern übergab uns die Sektion des Roten Kreuzes von Villerupt (F).

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Die griechisch-katholische Gemeinde von Dnipro organisiert die Hilfe für die Familien, die aus den pro-russisch besetzten Gebieten von Luhansk und Donezk geflüchtet sind. Alle sind aus politischen und/oder religiösen Gründen geflohen.
Am 15. Dezember sandten wir fünf große Kartonskisten mit insgesamt 80 Kilogramm nach Dnipro, die am Freitag, dem 20. Dezember, dort ankamen. Alles wurde an die Kinder, Jugendlichen und Eltern verteilt. Weiterlesen „Hilfeaktion für Flüchtlingskinder in Dnipro“

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Kuchenverkauf im Lycée de Garçons von Esch-sur-Alzette zugunsten von Kriegsflüchtlingen Ludmila und Danil

SchülerInnen des Escher Gymnasium, Lycée de Garçons d’Esch-sur-Alzette (LGE), haben vom 21. Oktober bis 12. November 2019 den Verkauf von selbstgemachtem Gebäck während den Pausen organisiert. Der Erlös war zugunsten von Ludmila Bazhenova und ihres Enkels Danil. Beide sind Kriegsflüchtlinge aus Donezk (Ostukraine), eine Stadt die von prorussischen Separatisten besetzt wird.

Bis Ende Oktober wurde beiden von der Caritas in Dnipro geholfen. Diese Hilfsorganisation hat uns, Mitte Oktober, diese schwierige Situation von der siebzigjährigen Großmutter Ludmila und und ihres Enkels Danil, der zwölf Jahre alt ist, weitervermittelt. Beide sind im Jahre 2017 aus Donezk geflüchtet, weil die familiäre Situation für die Großmutter und das Kind unhaltbar geworden war.
Danils Mutter hat 2014 während der Bombenangriffe ein handikapiertes Kind auf die Welt gebracht. Der Vater, nicht der natürliche Vater von Danil, kam ins Gefängnis wo er monatelang von den Separatisten gefoltert wurde. Während Zwangsarbeiten im Freien gelang ihm die Flucht und er kam wieder im geheimen zur Familie. Aber, er ist dermaßen psychisch labil geworden, dass er ständig Danil schlug. Die Großmutter konnte diese schwierige Situation nicht mehr aushalten, und da sie keinerlei Hilfe in der okkupierten Zone fand, beschloss sie mit dem Enkel zu flüchten. Sie haben sich ohne Probleme über unbewachte mit Minen voll gelegten Feldern, in die freie Ukraine in Sicherheit gebracht und haben die Stadt Dnipro erreicht.

Während des ersten Jahres sind aber alle ihre Geldreserven verflogen, ohne dass sie ihre Lage finanziell stabilisieren konnten. Schließlich haben sie Hilfe bei der griechisch-katholischen Gemeinde und der Caritas gefragt. Diese hat uns Mitte Oktober gefragt, ob wir unsererseits helfen könnten.
Um diese Hilfe für die zwei Flüchtlinge zu gewährleisten, haben wir ein Dutzend Klassen des LGE, während des Faches „Leben und Gesellschaft“ besucht, um den Schülern zu erklären wie ein Krieg eine Familie längerfristig zerstört. Wir haben aber auch erklärt, dass jeder Schüler dieser Familie helfen kann, falls er bei einem Kuchenverkauf mitmacht. In jeder Klasse gab es Schüler, die bereit gewesen sind zu helfen.
Während den Pausen konnten die Schüler und die Lehrer während zweieinhalb Wochen leckeres Gebäck schmecken für 1€ das Stück. Der Verkauf hat insgesamt 650€ erbracht. Mit diesem Geld werden wir Ludmila und Danil bis April 2020 die Miete einer Wohnung bezahlen. Bis dahin hofft die Caritas einen (Aus-)Weg für die beiden Flüchtlinge zu finden.