Unterstützungsaktionen

Unser Kalender 2021 ist jetzt verfügbar

Mehrere Mitglieder unserer Vereinigung „Ad Pacem servandam“ haben in den Vinzentinischen Voralpen in Norditalien auf dem „Sentiero della Pace“, dem Weg des Friedens, knapp hundert Kilometer zwischen 1.600 und 2.300 Metern Höhe zurückgelegt. Dieser Weg zeichnet die Frontlinie des Ersten Weltkriegs nach, insbesondere von 1915 bis 1918 zwischen Italien und Österreich-Ungarn. Es war wichtig für uns, vor Ort zu verstehen, wie unmenschlich und zerstörerisch die Kriege sind. Die Fotos in diesem Kalender berichten von unseren Erfahrungen.

Der Verkaufserlös dieses Kalenders ist vollständig für ein Stipendium des jungen Ukrainers Sergej bestimmt, der in diesem Sommer beschloss, aus seiner von den Russen besetzten Heimatstadt zu fliehen, um in der freien Ukraine zu leben und zu studieren.

Unser Kalender 2021 ist für 10€ bei der Librairie Diderich (Esch-sur-Alzette, Luxemburg), dem Weltbuttek (Esch-sur-Alzette, Luxemburg), sowie der Librairie Virgule (Longwy, Frankreich) erhältlich.

Alternativ können Sie den Kalender auch mit dem untenstehenden Formular auf unserer Website bestellen und eine Überweisung auf unser Bankkonto IBAN LU28 0099 7800 0064 0276 (CCRALULL) tätigen. Sobald wir die Zahlung erhalten haben, werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen, um die Lieferung einvernehmlich zu vereinbaren.

Über unsere Website bestellen:

Unterstützungsaktionen

FRIEDENSMARSCH AN DER KRIEGSFRONT 1915-18

Eine Woche lang, von Montag, dem 7. September, bis Freitag, dem 11. September 2020, wanderten einige unserer Mitglieder eine Strecke des 650 km langen Sentiero della Pace (Weg des Friedens), der entlang der italienischen Front oder Alpenfront des Ersten Weltkriegs verläuft. Hier standen sich zwischen 1915 und 1918 die italienische und die österreichisch-ungarische Armee gegenüber. Die gewählte Route befindet sich in den Voralpen von Vicenza, in der Nähe der Stadt Rovereto und des Gardasees.

Es ging darum, an Orten des „Großen Krieges“, wie die Italiener den Ersten Weltkrieg nennen, die sehr harte Realität eines Gebirgskrieges zu entdecken, der in Europa wenig bekannt ist, obwohl er im Militärkorps beider Länder etwa eine Million Opfer forderte.

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Musikinstrumente für Jugendliche in Avdiivka

Unsere Vereinigung „Pour la Paix et contre la Guerre“ finanzierte und schickte 2019 alle Musikinstrumente an eine Gruppe von Jugendlichen, die sich dem Krieg mit der Musik widersetzen.

Avdiivka ist eine Industriestadt in der Ukraine, die an die Stadt Donezk grenzt, die von prorussischen Milizen kontrolliert wird. In der Zeit vor dem Krieg, also vor 2014, konzentrierte sich das kulturelle Leben vor allem auf Donezk. In Avdiivka befanden sich nur Betriebe und Schlafviertel. Seit Sommer 2014 leben die Bewohner von Avdiivka in unmittelbarer Nähe des Frontverlaufs.
Ein ukrainisch-patriotisches Ehepaar, Svetlana und Oleksiy Savkevych, setzt sich seit Anfang des Krieges für Freizeitaktivitäten von Jugendlichen in ihrer Stadt ein. Im Mai 2018 ist es ihnen sogar gelungen, ein Festival der ukrainischen Kultur in Avdiivka zu organisieren.
Dieses Festival hat bei Jugendlichen großes Interesse an der Musik geweckt. Daher wollte Oleksiy einen Musikraum für Jugendliche finden und ausrichten. Es sollte ein Raum sein, in dem Jugendliche sich treffen könnten, weit weg von der Straße und dem Krieg. Die Jugendlichen sollten voneinander lernen und miteinander Musik machen.
Am Anfang trafen sich die Jugendlichen in Garagen und in verlassenen Häusern und gründeten eine Rockband. Sie hatten Gitarren von schlechter Qualität und nur ein altes Schlagzeug, das ihnen eine Stadtbewohnerin geschenkt hatte. Besen dienten als Mikrofonständer. Oleksiy stellte einen Antrag  bei der Stadtverwaltung und den politischen Verantwortlichen, damit ihm ein Raum zugeteilt würde, in dem die Jugendlichen weiterhin Musik machen könnten.
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Kalender 2020 mit Fotos vom Friedensmarsch

Von Ende Juli bis Anfang September 2019 unternahm unser Mitglied Anselmo Malvetti einen Friedensmarsch vom Genfersee bis zum Mittelmeer. Er wollte damit die Aufmerksamkeit auf den russisch-ukrainischen Krieg lenken, dem bisher mehr als 14.000 Menschen zum Opfer gefallen sind und der 1,5 Millionen Ostukrainer aus ihrem Heimatgebiet in die Flucht, meistens in die freie Ukraine, getrieben hat.

Von seiner langen Wanderung stellte uns Anselmo im Herbst die 12 schönsten Fotos, die er gemacht hatte, zur Verfügung. Diese sollten dazu dienen, einen Kalender für 2020 zu gestalten. Frau Lisa Battestini, auch Mitglied unserer Vereinigung, entwarf das Design.

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Hilfeaktion für Flüchtlingskinder in Dnipro

Im Laufe des Monats November 2019 kontaktierte uns die ukrainische Caritas in Dnipro, einer Millionenstadt in der Ostukraine,ob wir Kleider, Schuhe und Geschenke senden könnten, die an etwa 40 Flüchtlingskinder im Alter von 1 bis 15 Jahren verteilt würden.
Spontan spendeten etliche Mitglieder unserer Vereinigung Kleider, Schuhe und Geschenke für diese Hilfsaktion. Zwei Kisten mit Kinderkleidern übergab uns die Sektion des Roten Kreuzes von Villerupt (F).

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Die griechisch-katholische Gemeinde von Dnipro organisiert die Hilfe für die Familien, die aus den pro-russisch besetzten Gebieten von Luhansk und Donezk geflüchtet sind. Alle sind aus politischen und/oder religiösen Gründen geflohen.
Am 15. Dezember sandten wir fünf große Kartonskisten mit insgesamt 80 Kilogramm nach Dnipro, die am Freitag, dem 20. Dezember, dort ankamen. Alles wurde an die Kinder, Jugendlichen und Eltern verteilt. Weiterlesen „Hilfeaktion für Flüchtlingskinder in Dnipro“

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Kuchenverkauf im Lycée de Garçons von Esch-sur-Alzette zugunsten von Kriegsflüchtlingen Ludmila und Danil

SchülerInnen des Escher Gymnasium, Lycée de Garçons d’Esch-sur-Alzette (LGE), haben vom 21. Oktober bis 12. November 2019 den Verkauf von selbstgemachtem Gebäck während den Pausen organisiert. Der Erlös war zugunsten von Ludmila Bazhenova und ihres Enkels Danil. Beide sind Kriegsflüchtlinge aus Donezk (Ostukraine), eine Stadt die von prorussischen Separatisten besetzt wird.

Bis Ende Oktober wurde beiden von der Caritas in Dnipro geholfen. Diese Hilfsorganisation hat uns, Mitte Oktober, diese schwierige Situation von der siebzigjährigen Großmutter Ludmila und und ihres Enkels Danil, der zwölf Jahre alt ist, weitervermittelt. Beide sind im Jahre 2017 aus Donezk geflüchtet, weil die familiäre Situation für die Großmutter und das Kind unhaltbar geworden war.
Danils Mutter hat 2014 während der Bombenangriffe ein handikapiertes Kind auf die Welt gebracht. Der Vater, nicht der natürliche Vater von Danil, kam ins Gefängnis wo er monatelang von den Separatisten gefoltert wurde. Während Zwangsarbeiten im Freien gelang ihm die Flucht und er kam wieder im geheimen zur Familie. Aber, er ist dermaßen psychisch labil geworden, dass er ständig Danil schlug. Die Großmutter konnte diese schwierige Situation nicht mehr aushalten, und da sie keinerlei Hilfe in der okkupierten Zone fand, beschloss sie mit dem Enkel zu flüchten. Sie haben sich ohne Probleme über unbewachte mit Minen voll gelegten Feldern, in die freie Ukraine in Sicherheit gebracht und haben die Stadt Dnipro erreicht.

Während des ersten Jahres sind aber alle ihre Geldreserven verflogen, ohne dass sie ihre Lage finanziell stabilisieren konnten. Schließlich haben sie Hilfe bei der griechisch-katholischen Gemeinde und der Caritas gefragt. Diese hat uns Mitte Oktober gefragt, ob wir unsererseits helfen könnten.
Um diese Hilfe für die zwei Flüchtlinge zu gewährleisten, haben wir ein Dutzend Klassen des LGE, während des Faches „Leben und Gesellschaft“ besucht, um den Schülern zu erklären wie ein Krieg eine Familie längerfristig zerstört. Wir haben aber auch erklärt, dass jeder Schüler dieser Familie helfen kann, falls er bei einem Kuchenverkauf mitmacht. In jeder Klasse gab es Schüler, die bereit gewesen sind zu helfen.
Während den Pausen konnten die Schüler und die Lehrer während zweieinhalb Wochen leckeres Gebäck schmecken für 1€ das Stück. Der Verkauf hat insgesamt 650€ erbracht. Mit diesem Geld werden wir Ludmila und Danil bis April 2020 die Miete einer Wohnung bezahlen. Bis dahin hofft die Caritas einen (Aus-)Weg für die beiden Flüchtlinge zu finden.

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Neuer Aufruf für Lev Borodin

Am Samstag den 17. und Sonntag den 18. August 2019 waren wir im Pilgerort San Pasquale Baylòn (Italien), wo wir uns in den Messen bedankt haben bei den anwesenden Christen für ihre Spenden vom letzten Jahr. Diese haben es erlaubt Lev Borodin sein erstes Jahr des Informatikstudiums an der Universität in Kyjiw zu absolvieren. Wir haben die Gelegenheit genutzt noch einmal die Motivationen zu nennen, die uns als Vereinigung „Ad pacem servandam“ dazu führen diesem jungen Mann zu helfen. Lev hat einen Brief an diese christliche Gemeinde geschrieben, in dem er sich von ganzem Herzen bei allen bedankt die ihn unterstützen. Einige Passagen seines Briefes wurden während der Messen vorgelesen.
Mit dem Einverständnis der Franziskanerpater dieses Pilgerortes haben wir unseren Aufruf an die Gemeinde erneuert, Lev, der von Donezk nach Kyjiw geflüchtet ist, für ein weiteres Studienjahr zu unterstützen. Unser Spendenaufruf hat 1065 € zusammengebracht.

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Neuigkeiten von zwei ukrainischen Studenten deren Studium wir mit Spenden unterstützen

Zwei Studenten, die wir im Moment in der Ukraine dank unserer Spenden unterstützen, haben das Studienjahr 2018-2019 erfolgreich abgeschlossen.

Es handelt sich hierbei zum einen um Susanna Aksenkova, die wir seit 2016 unterstützen. Susanna ist eine fleißige und begabte Studentin, die 2016 die Sekundarschule in Kramatorsk mit Bestnoten abgeschlossen hat. Wegen des Krieges musste sie mit ihrer Mutter aus Horliwka (das heute besetzt ist) flüchten. Dank unserer Hilfe kann sie bis jetzt Medizin studieren, um ihren Traumberuf Ärztin zu werden zu verfolgen. Dank unserer Spenden können wir Susanna u.a. die Miete ihres Zimmers in Charkiw und die Anschaffung von Büchern bezahlen.

Hier ein Auszug aus ihrem Brief, den sie uns kürzlich zukommen ließ:
„Guten Tag.
Meine Sommerprüfungen habe ich sehr gut bestanden. Es geht mir gut.
Besonders möchte ich mich für Ihre finanzielle Hilfe bedanken. Ohne dieses Geld hätte ich keine Möglichkeit wissenschaftliche und praktische Konferenzen und Seminare in meinem Fach zu besuchen. Dank Ihrer Hilfe kann ich die Publikation meiner Forschungsartikel bezahlen und auch Reisekosten decken, wenn ich zu einer Konferenz in eine andere Stadt fahren muss. Außerdem kann ich mir alle nötigen Lehrbücher für das Studium an der Uni anschaffen. Diesen Sommer bleibe ich in den Ferien in Charkiw und arbeite in der Uni-Klinik. Vor kurzem bin ich Mitglied des Ukrainischen Studentenvereins Ingenius geworden und gemeinsam mit anderen Mitgliedern organisieren wir Vorlesungen von praktizierenden Ärzten für Studenten. Die nächste Vorlesung findet im September statt.
Dank Ihrer Hilfe kann ich mein Studium und alle diese Aktivitäten verbinden. Ich danke allen Menschen, die mich mit ihren Spenden unterstützen. Ich wünsche allen viel Gesundheit und gute Erholung in den Sommerferien.
Susanna, am 25. Juli 2019.“

Sie können die ganze Geschichte von Susanna hier nachlesen.

 

Seit September 2018 unterstützen wir außerdem Lev Borodin, einen jungen Informatikstudenten, dessen Familie Binnenfüchtling aus Donezk ist. Sein Fall wurde uns durch die Caritas in der Ukraine vermittelt.
Levs ukrainisch-russische Familie musste, auch wegen ihrer Zugehörigkeit zur Griechisch-katholischen Kirche, aus Donezk fliehen.

Levs Mutter Irina schrieb uns in einem Brief:
„Bis zum letzten Moment haben wir nicht geglaubt, dass ein Krieg möglich sei. Wir nahmen teil an den friedlichen Protestaktionen, am Gebetsmarathon, der die Menschen aus verschiedenen Konfessionen im Gebet für Frieden vereinigt hatte. Aber es nützte nichts. Man hat nach Donezk fremde bewaffnete Menschen gebracht und die schossen auf die friedlichen Demonstranten mit Steinen und Molotowcocktails. Bald gab es Schießereien in der Nähe der Schule; der Donezker Flughafen wurde bombardiert und das griechisch-katholische Kirchengebäude unserer Pfarrei wurde zerstört. Da haben wir die Entscheidung getroffen, vorläufig zu fliehen, in der Hoffnung bald zurückzukommen wenn es wieder Frieden wird.“

Aber bis jetzt ist dies nicht der Fall gewesen. Die Familie flüchtete nach Dnepr, wo sie an Diskriminierung litt. Sie musste dreimal die Wohnung wechseln. Der Familienvater hat bis jetzt keine feste Arbeit gefunden, nur kleine Gelegenheitsjobs. Die Gesundheit des Sohnes Lev, der an angeborener autoimmuner Schilddrüsenerkrankung leidet, verschlimmerte sich bei der Flucht. Er musste immer höhere Dosen an hormonellen Präparaten zu sich nehmen. Außerdem leidet er an Kyphose. Dies bedeutet große Ausgaben für die Familie für Medikamente, Analysen und Kinesiotherapie.
2018 machte Lev sein Abitur und wollte Informatiker werden. Die Kosten für das Studium waren für seine Familie jedoch zu hoch. Im Sommer 2018 haben wir beschlossen, Lev in seinem Studium zu unterstützen mit der Bezahlung der Studiengebühren und der Miete des Wohnheimes.

Lev schreibt uns in seinem letzten Brief:
„Ich möchte vielen Dank sagen an alle Personen, die Spenden für mich gemacht haben. Dieses Geld hat mir ermöglicht ein ganzes Studienjahr an der Kiewer Universität zu studieren. Ich habe viel für meinen zukünftigen Beruf gelernt. Im Winter hatten wir auch ein Praktikum, wo ich theoretisch erworbene Kenntnisse praktisch anwenden konnte und ein Projekt zum Umweltschutz ausarbeiten konnte. Es gefällt mir sehr in Kiew zu studieren, wo ich viele neue Freunde gefunden habe. Ohne Ihre Hilfe wäre das alles nicht möglich. Ich danke Ihnen sehr.
Lev Borodin, am 23. Juli 2019.“

Sie können die ganze Geschichte von Lev hier nachlesen.