Mihajlova Marina

Mihajlova Marina (2019)

Die Familie Mihajlova ist eine Familie mit zwei Töchtern, sie stammt aus Donezk und gehört der griechisch-katholischen Gemeinde an. Im Sommer 2014 mussten sie aus Donezk nach Dnjepr fliehen. Die finanzielle Situation der Familie war sehr schwierig, da der Vater nur gelegentlich eine Arbeit fand (keine feste Anstellung) und die Mutter nicht arbeiten gehen konnte, da sie sich um ihre jüngere Tochter Maria, die 2014 kaum ein Jahr alt war, und um ihre ältere Tochter Marina, die pflegebedürftig war, kümmern musste. Marina wurde 2011 mit einer deformierten Wirbelsäule geboren. Sie wurde unmittelbar nach ihrer Geburt operiert. Durch die Operation kann Marina jetzt gehen, doch Nebenwirkungen verursachten eine Unempfindlichkeit im Beckenbereich und führten zu einer Inkontinenz. Marina braucht daher Windeln und Katheter, um ein einigermaßen normales Leben führen zu können.

Nach Ansicht der Ärzte ist Marinas Fall nicht hoffnungslos, aber ihre Genesung wird erst nach einer langen Reihe von Operationen und medizinischer Rehabilitationen möglich sein. Die Kosten solcher Operationen übersteigen die Möglichkeiten einer kleinen Vereinigung wie der unseren, deshalb besteht unsere Hilfe aus einem monatlichen Beitrag, der die Kosten für Windeln und Katheter abdeckt. Im Jahr 2016 waren es 70 Euro. Der Vater hat 2017 eine Arbeit gefunden, und seit 2018 erhält die Familie von uns 40 Euro pro Monat.

Im September 2018 besuchte Marina die allgemeinbildende Schule im Dnjepr. Die Gesellschaft der anderen Kinder wirkte sich positiv auf ihren psychischen Zustand aus; Marina bekam Spaß am Lernen, machte Fortschritte und konzentrierte sich nicht nur auf ihre Krankheit. Leider ist Marina im Winter oft krank, und im November 2028 musste sie sich einer Operation unterziehen, um ihre Mandeln entfernen zu lassen.

Um die Beckenorgane und -muskeln zu stärken, riet ihr der Arzt zum Inlineskaten. Das ist schwer für Marina, da ihre Koordination zu schwach ist für solche Übungen, aber sie trainiert trotzdem jeden Tag. Marina träumt von einer vollständigen Genesung, und wir hoffen, dass die Medikamente ihr helfen werden.

Im Winter 2019 wurde Marina in einer Moskauer Spezialklinik operiert. Die Kosten der Operation wurden von der Caritas übernommen. Die Operation verlief gut, aber bis zur Heilung muss sich Marina noch mehreren weiteren Operationen unterziehen. Darüber hinaus benötigt sie alle 2-3 Stunden Katheter und Windeln für die Nacht und die Schule.

Marinas Mutter schrieb uns im Januar 2019: „Danke, dass Sie unsere Tochter nicht vergessen und uns so viel geholfen haben. Der Gedanke, dass wir nicht allein gelassen werden, gibt uns die Kraft, weiter zu kämpfen.“

Im Jahr 2020 hat sich Marinas Schulleben verschlechtert – die Kinder werden älter, und viele können nicht verstehen, warum ein so großes Mädchen immer noch Windeln braucht, und sie belästigen sie deshalb. Infolgedessen musste Marina die Klasse wechseln.

Eine weitere Operation war für das Frühjahr 2020 geplant, wurde aber wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt.

Außerdem verlor Marinas Vater viele Arbeitsaufträge, Marinas Mutter brach sich versehentlich die linke Hand und hatte eine Gehirnerschütterung. Darüber hinaus ist die Wohnsituation der Familie Mihajlova nicht stabil – die Eigentümer der gemieteten Wohnung wollen ebendiese verkaufen, und die Familie muss ein neues Zuhause finden. Marinas Mutter schreibt uns: „Dieses Jahr 2020 hat uns nur Schwierigkeiten gebracht. Aber wir sind Gott sei Dank noch am Leben. Und wir danken Ihnen für Ihre Hilfe und Unterstützung.“