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Newsletter 49

Angesichts des zunehmenden Identitätskonflikts in Europa
sollten wir mit Friedensinitiativen reagieren!

Liebe Freund*innen,

Als wir 2017 unsere Initiative für Frieden und gegen Krieg ins Leben riefen, sahen wir die Gefahr vor allem von Russland ausgehen, das den Donbass militärisch besetzt hatte und die Absicht verfolgte, die gesamte Ukraine zu annektieren. Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stand die Hilfe für Opfer, die geflohen waren oder inhaftiert und gefoltert worden waren. Wir luden Fachleute ein, bei Konferenzen und in Interviews in den Medien unserer Region über ihre Erfahrungen und Forschungsergebnisse zu berichten.

Im Laufe der Jahre wurde uns bewusst – insbesondere angesichts der groß angelegten Invasion der Ukraine durch Russland ab Februar 2022 –, dass dieser Angriffskrieg gegen die Ukraine Auswirkungen auf unsere Lebensweise und unser Denken im Westen hat. Auch wenn unsere Länder nicht mit ihren Streitkräften militärisch involviert sind, hat die Tatsache, dass wir die Ukraine seit vier Jahren politisch und offen unterstützen – durch den Kauf und die Lieferung von Militärgütern sowie durch die Aufnahme von Millionen ukrainischer Flüchtlinge –, erhebliche Folgen für unsere Gesellschaften, die die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende verlieren.
Hinzu kommen die irreführenden Desinformationskampagnen der russischen Medien, die in Europa viel zu lange toleriert worden sind. Sie haben den Geist der Solidarität untergraben, den die Europäer dem ukrainischen Volk weiterhin entgegengebracht haben. Ein Teil der Europäer glaubt, dass diese russische Desinformation ganz oder teilweise der Wahrheit entspricht. So spalten die Diskussionen um die nationalen Haushalte die politischen Parteien; ein Teil will der Ukraine diese militärische Hilfe nicht mehr gewähren.

Immer mehr Europäer unternehmen in einen identitären Rückzug, der seinen Ausdruck in rechtsextremen Parteien findet. Dies ist jedoch kein vielversprechender Weg für das Zusammenleben. Das Komitee Ad Pacem hat darauf mit verschiedenen Aktivitäten reagiert.

Am 25. April 2026 organisierte es in Pergola (I) ein Orgelkonzert als Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Krieges in der Ukraine.
=> Solidaritätskonzert

Am 17. und 18. Mai 2026 fand in Sion (F) ein Wochenende mit Radtouren, Entdeckungen und kulturellen Begegnungen statt.
=> 9. Bike for climate – bike for peace

Am 7. Juni 2026 lud das Ad-Pacem-Komitee seine Mitglieder zu einer Führung durch das ehemalige Nazi-Arbeitslager in Thil (F) ein, einer Gedenkstätte des Zweiten Weltkriegs.
=> 7. Juni 2026: Besuch des Nazi-Arbeitslagers in Thil (F), in der Nähe von Villerupt (F) und der luxemburgischen Grenze

Am 13. Juni 2026 betrieb Ad Pacem einen Informations- und Begegnungsstand anlässlich eines für den Frieden organisierten Turniers in Differdange (L). Dieser Tag bot die Gelegenheit, mit den jungen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen, unsere Aktionen vorzustellen und Botschaften der Hoffnung für die zivilen Opfer des Krieges in der Ukraine zu sammeln.
=> Ein Turnier im Zeichen des Friedens und des Zusammenlebens

Wir wünschen Ihnen schöne Sommermonate und einen schönen Urlaub,

Mit den besten Grüßen,

Claude Pantaleoni
Vorsitzender von Ad Pacem

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