Ausflüge

Kein Frieden auf dem Balkan ohne Frieden zwischen den Religionen

Der Vorstand der Vereinigung „Ad Pacem servandam“ hat im August 2021 seinen diesjährigen Friedensmarsch in Bosnien-Herzegowina durchgeführt. Ziel des Marsches war wichtige Orte der Kriegsgeschehen im Zweiten Weltkrieg und im Bosnienkrieg (1992-1995) zu besuchen, um zu verstehen, welche Folgen und Wunden dieser ethnischen Kriege heute noch zu spüren sind.

Nachdem wir ein paar Tage durch die einzigartige Landschaft gewandert sind, haben wir in Mostar und Sarajevo Kriegsmuseen und -denkmäler besichtigt. Bei aufschlussreichen Treffen mit den dortigen Religionsgemeinschaften haben wir erfahren, wie schwierig deren Zusammenleben heute noch ist. Die Wunden der Bosnienkriege sind noch nicht geheilt. In Jablanica hatten wir außerdem die Gelegenheit, die Folgen der Schlacht an der Neretva kennenzulernen.

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Begegnungen und Erfahrungsberichte, Konferenzen, Konzerte

Unser Gast – Ihor KOZLOVSKY

Unsere Vereinigung Ad Pacem servandam – Für Frieden und gegen Krieg – organisiert zwei öffentliche Vorträge, um die Wahrheit über den Krieg in der Ostukraine zu verbreiten.

Unser Referent, Herr Kozlovsky, ist ein ukrainischer Historiker und Religionsforscher, Dichter, Schriftsteller und Essayist.
Er beteiligte sich an den Euromaidan-Protesten in Donezk, der Hauptstadt des ukrainischen Donbass, als russische Spezialeinheiten in die Ostukraine eindrangen und die Stadt besetzten. Er war einer der Organisatoren des interreligiösen Gebetsmarathons für die Einheit der Ukraine (März-November 2014, Donezk).

Am 27. Januar 2016 wurde er von Kämpfern der „Donezker Volksrepublik“ gefangen genommen und blieb bis zum 27. Dezember 2017 fast zwei Jahre (700 Tage) in Gefangenschaft.
Seit seiner Freilassung engagiert sich Kozlovsky aktiv für die Freilassung der ukrainischen Gefangenen im Donbass und auf der Krim.

Ad Pacem organisiert drei Treffen, um Herrn Kozlovsky die Möglichkeit zu geben, über diesen grausamen und immer noch andauernden Krieg zu berichten.
Es wird möglich sein, ihm direkt Fragen zu stellen, mit Übersetzung vor Ort.

Die drei öffentlichen Veranstaltungen

  1. Am Freitag, den 15. Oktober um 20.00 Uhr findet sein Erfahrungsbericht in Luxemburg in der Gemeinde Mersch in Lintgen, 17 rue du cimetière, statt.
  2. Am Samstag, den 16. Oktober um 10.30 Uhr findet in Frankreich in der Maison pastorale in Mont-St-Martin, 1 avenue du bois, eine öffentliche Konferenz statt.
  3. Am Samstag, den 16. Oktober um 16.00 Uhr findet in der Kirche Notre Dame de Villerupt (Place Jeanne d’Arc) in Frankreich ein Benefizkonzert für zivile Opfer des Krieges in der Ukraine statt.

Die Organistin aus Longwy, Frau Marie-Paule Baumgartner-Sendron, und ihre Schüler Laura und Daniel Pantaleoni werden Werke von Bach, Pachelbel, Boely, Vierne und anderen spielen.
In der Mitte des Konzerts wird Herr Kozlovsky über den Krieg in der Ukraine berichten.
Am Ende des Konzerts wird eine kleine Erfrischung angeboten.

Die geltenden Anti-COVID19-Regeln werden eingehalten.

Für diejenigen, die nicht nach Luxemburg oder Frankreich reisen können, organisiert Ad Pacem am Samstagmorgen eine Live-Übertragung der Konferenz.

Unterstützungsaktionen

Erfolg der „Igor“-Operation

Im Newsletter Nr. 10 haben wir dazu aufgerufen, die dringende Operation von Igor zu unterstützen, einem zivilen Opfer, das im Februar 2021 bei Zusammenstößen zwischen der ukrainischen Armee und pro-russischen Separatisten schwer verletzt wurde.

Seitdem wartete Igor zu Hause auf die Möglichkeit einer Operation. Aber die Familie konnte das nötige Geld für die Operation nicht aufbringen. In der Zwischenzeit wurde Igors Zustand immer schlechter.

Ende April erfuhren wir durch einen Bekannten von seinem Fall. Wir beschlossen, die Kosten für die Operation und alle notwendigen Behandlungen zu übernehmen.

Im Mai konnte die Operation, die mehrfach verschoben worden war, durchgeführt werden. Es war eine Operation, die von morgens bis abends dauerte und bei der alle Projektilstücke, die Igor in den Unterleib bekommen hatte, entfernt wurden. Und seine Organe wurden wieder an ihren Platz gesetzt. Igor war einen Monat lang im Krankenhaus und machte eine sehr harte postoperative Phase durch.

Heute ist er nach Hause zurückgekehrt und setzt die tägliche Rehabilitationsbehandlung im Krankenhaus fort. Er wird wochenlang eine strenge Diät einhalten müssen und für den Rest seines Lebens behindert bleiben. In einem kürzlichen Telefonat bedankte er sich bei unserer Vereinigung und allen Spendern, die spontan gespendet haben, um sein Leben zu retten.

Newsletter-de, Unterstützungsaktionen

Igor, ziviles Opfer des Krieges in der Ostukraine

Der Krieg in der Ostukraine, der aus unseren Medien fast verschwunden ist, fordert jeden Tag aufs Neue seine Opfer. Hier ist ein dringender Fall, den unser Verein „Ad Pacem“ in diesen Tagen unterstützen möchte, wenn es mit Ihrer Hilfe möglich ist.

Es handelt sich um eine dringende Operation für den jungen Igor, ein ziviles Opfer, das an der Front durch Kugeln verwundet worden ist. Die Familie besitzt nicht das nötige Geld, um die Operation sowie den Krankenhausaufenthalt zu bezahlen.

Dringende Operation

In den letzten Wochen kam es an der Frontlinie, an der sich die ukrainische Armee und die von Russland bewaffneten Separatisten gegenüberstehen, zu einem Wiederaufflammen der Schießereien. Viele Familien leben in dieser Gegend, weil sie nicht fliehen können und keine Freunde oder Familie haben, die sie aufnehmen.

Das ist der Fall des 22-jährigen Igor, der mit seinem Vater, der seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten verdient, in einem Dorf nahe der Frontlinie wohnt.

Ende Februar war er in seinem Garten, als er durch verirrte Kugeln im Bauch und an der Hand schwer verwundet wurde. In einer ersten Operation wurden seine Wunde im Bauchbereich dringend provisorisch behandelt und zwei Finger entfernt. Die zweite und wichtigere Operation wurde wegen der Covid-Gesundheitskrise in der Region mehrmals verschoben. Wir wissen, dass die finanzielle Situation des Vaters es ihm nicht erlaubt, diese zweite Operation, die am nächsten Mittwoch, den 19. Mai, durchgeführt werden sollte, zu bezahlen. Sie wird aber nur durchgeführt, wenn der Vater das Krankenhaus im Voraus bezahlt und die Medikamente mitbringt, die er ebenfalls im Voraus besorgen muss. Der Chirurg hat ihm davon abgeraten, russische Medikamente zu kaufen, die zwar billiger, aber auch von viel schlechterer Qualität und für diese Operation unwirksam sind.

Ein guter Bekannter, dem wir schon seit Jahren helfen, stellte telefonisch die Verbindung zwischen uns und Igors verzweifeltem Vater her. Die Operation ist notwendig, um das Leben seines Sohnes zu retten, der mindestens zwanzig Tage für Sonderbehandlungen im Krankenhaus bleiben muss. Auch muss der Vater alle Medikamente, die nach der Operation gebraucht werden, kaufen.

Nach den uns derzeit vorliegenden Informationen belaufen sich die Kosten für Igors Operation auf 800€, der Einkauf von Medikamenten auf 400€, der Krankenhausaufenthalt mit allen Spezialmedikamenten auf weitere 400€. Man muss wissen, dass ein durchschnittlicher Arbeiter in den von den prorussischen Separatisten besetzten Gebieten im besten Fall 150€ im Monat verdient; eine Finanzierung ist für Igors Vater, der nicht einmal einer regelmäßig bezahlten Arbeit nachgeht, demnach unmöglich.

Wir appellieren an Ihre Großzügigkeit, damit wir Igors Operation und seinen Krankenhausaufenthalt bezahlen können. Jede Spende, wie groß sie auch ausfällt, macht den Unterschied.

Sie können Ihre Spende auf unser Bankkonto IBAN LU28 0099 7800 0064 0276 (BIC: CCRALULL) mit dem Vermerk „Operation Igor“ überweisen.

Wir danken Ihnen sehr und werden Sie in den kommenden Wochen über das weitere Vorgehen in dieser dringenden Hilfsaktion auf dem Laufenden halten.

Ausflüge

Bike for climate – bike for peace

Fünfzehn Mitglieder der Vereinigung Ad Pacem radelten gemeinsam zwei Tage lang auf den Radwegen von Luxemburg. Die Fahrradtour machte allen klar, wie sehr dieses Verkehrsmittel die Luftverschmutzung und den Klimawandel reduziert. Und es bringt Wohlbefinden und Ruhe für Geist, Seele und Körper.

Am Morgen des 15. April starteten die Teilnehmer vom Glacis in Luxemburg-Stadt auf dem Radweg Nr. 2, der sie über die Pont Rouge und über den Kirchberg nach Echternach führte.

Die Mittagspause wurde an der Bushaltestelle in dem kleinen Dorf Rippeg eingelegt. In Consdorf gab es die Möglichkeit, die 1990 gefundene, riesige amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf einem begrünten Platz direkt neben dem Radweg zu besichtigen. Die Gruppe kam gegen 15.30 am Echternacher See an.

Besichtigung der gallo-römischen Villa

Um 16.30 erhielten zehn Mitglieder eine Führung durch das Museum der gallo-römischen Villa und durch das angrenzende Gelände. Die Museumsführerin erklärte sehr gut, wie das Leben der Bewohner dieser gallo-römischen Villa vom 1. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. ausgesehen hat.

Vom Dach aus, das gleichzeitig die Terrasse des Museums ist, kann man sich eine gute Vorstellung von der Größe und den beachtlichen Dimensionen des Hofes und des Landes, das ihn damals umgab, machen. Im Inneren des Museums kann der Besucher die Bedeutung der klassischen Studien für die Jungen der gallo-römischen Aristokratie erfassen sowie über die Kochkunst der damaligen Zeit informiert werden.

Die Ausgrabungsstelle gibt mit den vielen Details einen guten Überblick über die bisherigen Ausgrabungen.

Das Abendessen wurde auf der Terrasse der Jugendherberge in Echternach serviert.

Besichtigung der Basilika und der Krypta

Am Freitagmorgen stiegen alle auf ihre Fahrräder und fuhren nach Echternach, wo die Gruppe die 9-Uhr-Messe in der Basilika besuchte. Anschließend erläuterte der Pfarrer Herr Erasmy kurz die Geschichte der Basilika von ihren Anfängen im 7. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Er gab einen Überblick der verschiedenen Zerstörungen und Wiederaufbauarbeiten, die die Basilika im Laufe der Jahrhunderte erfuhr.

Unter seiner Führung besuchte die Gruppe die Krypta, in der sich der Sarkophag des Heiligen Willibrord befindet. Er ist der Schutzpatron Luxemburgs und die Tanzprozession, die am Pfingstdienstag zu seinen Ehren gefeiert wird, steht seit 2010 auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit.

Gegen 10.30 verließ die Gruppe Echternach entlang der Sauer auf dem Radweg Nr. 3. Kurz vor Mittag war ein Stopp in Born, wo eine Mittagspause war. Nachdem sich die Gruppe mit Gegrilltem gestärkt hatte, ging es weiter auf dem Fahrradweg Nr. 3 zum Hafen von Mertert und dann auf dem Fahrradweg Nr. 4 nach Niederanven. Dort traf die Route auf den Radweg Nr. 2 und die letzten Kilometer der Tour entsprachen den ersten des Vortages. Die Ankunft auf dem Glacis erfolgte gegen 19.30.

Trotz der Müdigkeit nach zwei Tagen Radfahren konnte jeder Teilnehmer verstehen, wie sehr die körperliche Anstrengung des Radfahrens im Kontakt mit der frischen Luft und der Natur dabei hilft, Entspannung und Frieden mit sich selbst zu finden.

Denn wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, belastet die Umwelt nicht mit CO2-Ausstoß und reduziert den Treibhauseffekt. Er unterstützt den gewünschten ökologischen Wandel.

Generalversammlung

Die vierte Generalversammlung 2021

Am Samstag, den 6. März, hielt das Komitee von Ad Pacem servandam (Für den Frieden und gegen den Krieg) seine vierte Generalversammlung online ab. Alle Vorstandsmitglieder waren anwesend, 18 Mitglieder verfolgten die Sitzung live online, 22 Mitglieder waren entschuldigt.

Nachdem er einen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Tagesordnungspunkte gegeben hatte, berichtete Präsident Claude Pantaleoni von allen Aktivitäten und Operationen, die während des Jahres 2020 stattgefunden haben.

Die Vizepräsidentin, Frau Natalya Pantaleoni, stellte die Hilfe für die Opfer des Krieges in der Ostukraine und die drei neuen Stipendiaten aus dieser Region vor, die Ad Pacem seit ein paar Monaten unterstützt.

Ein wichtiger Punkt der Aktivitäten 2020 war die Ausarbeitung des Kalenders Ad Pacem 2021. Er wurde mit Fotos gestaltet, die vier Mitglieder des Vereins im September 2020 beim Begehen eines Teils des Friedensweges (Sentiero della pace) gemacht haben. Dieser führt entlang der Frontlinie des Großen Krieges, der von 1915 bis 1918 zwischen Italien und Österreich-Ungarn stattfand. Der Kalender wurde in Pfarreien, Gymnasien und unter Mitgliedern und Freunden verkauft.

Herr Christian Welter, der Schatzmeister, legte einen detaillierten Finanzbericht für das Jahr 2020 vor, der von dem Kassenprüfer Herrn Patrice Picart bestätigt wurde.

Der Ausschuss freut sich über die Aufnahme eines neuen Mitglieds, Herrn Laurent Tran Van Mang. Die letzten Tagesordnungspunkte betrafen die nächste Friedenswanderung, die der Verein in Bosnien-Herzegowina auf den Spuren der Balkankriege der neunziger Jahre durchführen will. Es ist auch geplant, einige Ausflüge mit jungen Leuten zu organisieren (Fahrradtouren, Museumsbesuche usw.) sowie Treffen mit Kriegsopfern.

Unterstützungsaktionen

Unser Kalender 2021 ist jetzt verfügbar

Mehrere Mitglieder unserer Vereinigung „Ad Pacem servandam“ haben in den Vinzentinischen Voralpen in Norditalien auf dem „Sentiero della Pace“, dem Weg des Friedens, knapp hundert Kilometer zwischen 1.600 und 2.300 Metern Höhe zurückgelegt. Dieser Weg zeichnet die Frontlinie des Ersten Weltkriegs nach, insbesondere von 1915 bis 1918 zwischen Italien und Österreich-Ungarn. Es war wichtig für uns, vor Ort zu verstehen, wie unmenschlich und zerstörerisch die Kriege sind. Die Fotos in diesem Kalender berichten von unseren Erfahrungen.

Der Verkaufserlös dieses Kalenders ist vollständig für ein Stipendium des jungen Ukrainers Sergej bestimmt, der in diesem Sommer beschloss, aus seiner von den Russen besetzten Heimatstadt zu fliehen, um in der freien Ukraine zu leben und zu studieren.

Unser Kalender 2021 ist für 10€ bei der Librairie Diderich (Esch-sur-Alzette, Luxemburg), dem Weltbuttek (Esch-sur-Alzette, Luxemburg), sowie der Librairie Virgule (Longwy, Frankreich) erhältlich.

Alternativ können Sie den Kalender auch mit dem untenstehenden Formular auf unserer Website bestellen und eine Überweisung auf unser Bankkonto IBAN LU28 0099 7800 0064 0276 (CCRALULL) tätigen. Sobald wir die Zahlung erhalten haben, werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen, um die Lieferung einvernehmlich zu vereinbaren.

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Unterstützungsaktionen

FRIEDENSMARSCH AN DER KRIEGSFRONT 1915-18

Eine Woche lang, von Montag, dem 7. September, bis Freitag, dem 11. September 2020, wanderten einige unserer Mitglieder eine Strecke des 650 km langen Sentiero della Pace (Weg des Friedens), der entlang der italienischen Front oder Alpenfront des Ersten Weltkriegs verläuft. Hier standen sich zwischen 1915 und 1918 die italienische und die österreichisch-ungarische Armee gegenüber. Die gewählte Route befindet sich in den Voralpen von Vicenza, in der Nähe der Stadt Rovereto und des Gardasees.

Es ging darum, an Orten des „Großen Krieges“, wie die Italiener den Ersten Weltkrieg nennen, die sehr harte Realität eines Gebirgskrieges zu entdecken, der in Europa wenig bekannt ist, obwohl er im Militärkorps beider Länder etwa eine Million Opfer forderte.

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