Erkundung von Konfliktorten

5. Oktober 2025: Kulturausflug nach Fermont, 12 km von Longwy (F) entfernt

Besichtigung des Forts von Fermont, einem großen Bauwerk des befestigten Abschnitts der Maginot-Linie

Entstehung der Maginot-Linie

Dank der elektrischen Bahn und der guten Instandhaltung der Anlage verlief die Besichtigung reibungslos: So durchquerte die Gruppe in 30 Metern Tiefe die Stollen, die die Wohnräume, Lagerräume (Lagerhallen) und Verteidigungsstellungen der Soldaten in dem riesigen Betonbauwerk des Forts Fermont miteinander verbinden. Die Maginot-Linie ist eine Verteidigungslinie, die ihren Namen von André Maginot erhielt, einem gebürtigen Lothringer, der Ende 1929 als Kriegsminister die Nachfolge von Paul Painlevé antrat, der sich bereits 1925 für eine Verteidigungspolitik im Falle eines neuen Krieges mit Deutschland entschieden hatte. Er hatte eine Sonderkommission eingerichtet, die den Verlauf und die Bestandteile einer Verteidigungslinie festlegte, die die Grenzen zu Luxemburg, Deutschland, der Schweiz, Italien und einem Teil Belgiens befestigen sollte. Die Maginot-Linie erstreckt sich von Dünkirchen bis südlich von Nizza mit etwa fünfzig kleinen und großen Bauwerken und in regelmäßigen Abständen Kasematten und Beobachtungspunkten.

Fermont unbesiegt

Ab 1936 war das Fort Fermont regelmäßig mit seiner gesamten Besatzung (580 Soldaten, 75 Unteroffiziere, 21 Offiziere) kampfbereit besetzt.

Ab dem 10. Mai 1940 griffen die deutschen Truppen an und die Kämpfe dauerten bis zum 27. Juni 1940, als alle französischen Soldaten das Fort fünf Tage nach dem Waffenstillstand evakuierten.

Fermont blieb während der Feindseligkeiten unbesiegt und wurde bis September 1944 von den Deutschen besetzt. Anschließend wurde das Bauwerk im Winter 1944-1945 von amerikanischen Soldaten als Stützpunkt für die an der Ardennen- und Luxemburger Front eingesetzten Truppen genutzt.

Die Festung von Fermont ist auch heute noch Eigentum des französischen Verteidigungsministeriums, das sie der Vereinigung „Association des Amis de l’Ouvrage de Fermont et de la Ligne Maginot” (Vereinigung der Freunde der Festung von Fermont und der Maginot-Linie) zur Verfügung gestellt hat. Diese Vereinigung unterhält die Festung und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich, um die Erinnerung daran zu bewahren.


Aktionen zur Unterstützung der Ukraine, Russlands Krieg gegen die Ukraine

24. und 26. Juli 2025: Iwano-Frankiwsk

Am 24. Juli wurden aus Luxemburg drei Rollstühle, drei Toilettenstühle und eine Gehhilfe verschickt. Sie wurden am 26. Juli in Iwano-Frankowsk in der Zufluchtsstätte für Frauen und Kinder, die größtenteils Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten sind, Diese Hilfsgüter sind für bedürftige Menschen und Kriegsopfer in dieser Region bestimmt.

Aktionen zur Unterstützung der Ukraine, Russlands Krieg gegen die Ukraine

13. und 14. Juli 2025: Iwano-Frankiwsk

Am 13. Juli wurden aus Luxemburg drei Kartons mit Kleidung für Frauen und Kinder,
zwei behindertengerechte Toilettensitze und drei Rollatoren verschickt. Die Lieferung traf am nächsten Tag in Iwano-Frankiwsk ein.
Diese Hilfsgüter und Kleidungsstücke werden von der Leiterin des Frauen- und Kinderheims, Frau Valeria Kushnirenko, an Bedürftige und Kriegsopfer in der Region Iwano-Frankiwsk verteilt.

Bike for climate – bike for peace

8. Bike for climate – bike for peace

Bike Tour an der Saar (D)

Am 11. Mai 2025 lud das Komitee Ad Pacem zu einer Velotour in die Grenzregion Saarland ein. Der Start war morgens gegen 9Uhr 30 auf einem Parking am Stadtrand von Merzig.
Danach verlief die Tour zum großen Teil durch nahe liegende Wälder und nachmittags entlang der großen Saarschleife.

Pause in Losheim am See

Eine größere Pause legte die Gruppe vormittags in Losheim am See ein, um dann außerhalb des Badeorts durch Wälder weiterzukommen.

Mittagspause im Grünen

Zeitweise auf Fahrradwege, zeitweise auf Landstraßen verlief die Tour bis zur Mittagspause.

Kurzer Halt im Hof der früheren Benediktinerabtei Mettlach

Nachmittags erreichte die Fahrradgruppe Mettlach an der Saar. Innerhalb der Außenmauern der früheren Abtei Sankt Peter und Maria fand eine Pause mit kurzer Besichtigung und Erklärungen der vom 7. bis zum 11. Jh. wichtigen und bedeutenden Benediktinerabtei.

Um 676 gründete der fränkische Adlige Lutwinus die Abtei Sankt Peter und Maria auf einer hochwasserfreien Niedertrasse der Saar am heutigen Ort Mettlach und trat selbst in das Kloster ein, das der Benediktinerregel unterstellt war.

Der Alte Turm

Von dem Klostergebäude ist nichts mehr und von den verschiedenen Kirchen nur noch der Alte Turm erhalten.

Um das Jahr 990 baute Abt Lioffin (987-993) eine Marienkirche als Grabkirche des Gründers. Diese Kirche in Form eines Oktogons, nach dem Vorbild des Aachener Doms, ist heute als der Alte Turm bekannt und stellt das älteste erhaltene sakrale Bauwerk des Saarlandes dar. Der romanische Bau und eine in den 1220 Jahren erworbene Kreuzreliquie sind Zeugnisse der Bedeutung der Abtei im Mittelalter.

Im 18. Jh. erfolgte die Errichtung der spätbarocken Abteigebäude durch den Baumeister der Abtei Wadgassen, den gebürtigen Ebenburger Johann Bernhard Trabucco (1685 – 1768), sowie den sächischen Baumeister Christian Kretzschmar (um 1700 – 1768).

Die Französische Revolution, vor allem aber der Erste Koalitionskrieg ab 1792, bedeutete für das Kloster Mettlach das Ende. In den Jahren 1793/1794 flüchteten die Mönche. Im Jahr 1802 wurde das traditionsreiche Kloster schließlich aufgegeben. Die aus dem 18. Jh. stammenden heutigen Abteigebäude wurden 1802 im Zuge der Säkularisation zu französichem Nationaleigentum erklärt. Danach wurde das gesamte Anwesen an den Papierfabrikanten Leistenschneider aus Trier verkauft.

Seit 1809 im Besitz Villeroy & Boch

Von diesem erwarb im Jahr 1809 Jean-François Boch, der zur dritten Generation der Bochs gehörte, das stark zerstörte Gebäude und setzte es wieder instand. Dabei ließ er es bereits teilweise zu einer Fabrik umbauen. Das Gebäude beherbergt bis heute den Hauptsitz der Firma Villeroy & Boch.

Aktionen zur Unterstützung der Ukraine, Russlands Krieg gegen die Ukraine

23 März 2025 : Iwano-Frankiwsk

Aus Luxemburg wurde folgende humanitäre Hilfe in die Ukraine an das Frauen- und Kinderheim in Iwano-Frankiwsk geschickt, in dem überwiegend Binnenflüchtlinge aus den Kriegsgebieten untergebracht sind: Kleidung, Schuhe für Kinder und Erwachsene, Bettwäsche und Decken.

Die Lieferung wurde am 25. März 2025 von den Verantwortlichen des Zentrums in Empfang genommen.

Russlands Krieg gegen die Ukraine

Oleksij SAVKEVICH: unser Gast im Jahr 2019 – An der Front gestorben, während er sein Vaterland verteidigte

Mit großer Trauer haben wir am Samstag, den 15. März, die Nachricht vom Tod unseres Freundes Oleksij Savkevich an der Front am Dienstag, den 11. März, erhalten. Im September 2024 hatte er beschlossen, sich der ukrainischen Armee anzuschließen, um sein Land gegen die russische Aggression zu verteidigen. Seine Einheit verteidigte die Gebiete im Südosten der Ukraine. Die Verantwortlichen des Vereins „Ad Pacem servandam – Für den Frieden und gegen den Krieg asbl“ waren mit der Familie von Oleksij befreundet, seit 2019 Hilfe für ein Projekt in Avdiivka organisiert worden war, wo Oleksij lebte, seit er Donezk verlassen hatte, wo er studiert hatte. Er war ausgebildeter Politikwissenschaftler.

Nach der Besetzung von Donezk durch die russische Armee im Jahr 2015 gründeten Oleksij und seine Frau in Avdiivka eine patriotische Jugendbewegung. Sie organisierten auch mehrmals ein ukrainisches Festival in derselben Stadt. Das letzte Mal war im Jahr 2021, bevor die Stadt vollständig zerstört und von der russischen Armee besetzt wurde.

Für seinen Besuch im Jahr 2019 hatten wir ein Benefizkonzert in der Kirche Notre-Dame in Villerupt (F) organisiert, um die Musikinstrumente der Jugendband zu finanzieren, die Oleksij gegründet hatte und die beim Musikfestival in Avdiivka auftreten sollte. Bei derselben Gelegenheit hatte er Klassen des Lycée de Garçons in Esch-sur-Alzette (L) besucht, wo er über die Invasion der russischen Armee in sein Land seit 2014 und die Folgen für die Ukrainer berichtet hatte. Er gab Interviews für Luxemburger Wort, tageblatt und Radio Jéricho in Metz.

Unser Ad Pacem-Komitee spricht seiner Frau Svitlana, seinen Kindern Danil und Marijka und seiner ganzen Familie sein aufrichtiges Beileid aus.

Oleksij in einer Klasse des Lycée LGE
Oleksij erklärt im Lycée LGE die russische Invasion
Oleksij erklärt im Lycée das Festival von Avdiivka
Nach seinem Interview mit der Zeitung Luxemburger Wort
Oleksij gibt ein Interview bei Radio Jéricho in Metz (F)
Oleksij mit seiner Tochter Marijka in der Kathedrale von Metz
24. März 2019 Benefizkonzert in N.-D. de Villerupt (F)
24. März 2019 Marijka und Oleksij in N.-D. de Villerupt
24. März 2019 mit Marie-Paule Sendron und dem Chor Cantate beim Benefizkonzert in Villerupt
24. März 2019 nach dem Konzert vor der Kirche Notre-Dame in Villerupt
AVDIIVKA Oleksij und die Musiker und Instrumente, die Ad Pacem für das Musikfestival gekauft hat
Letztes Foto von Oleksij Savkevich an der Front
Russlands Krieg gegen die Ukraine

27 Januar 2025 : Das Frauen- und Kinderheim in Iwano-Frankiwsk

Mit dem Geld, das der Weihnachtsmarkt in Differdange im Dezember 2024 eingebracht hat, hat der Verein Ad Pacem zwei große Massivholzschränke für das Frauen- und Kinderheim in Iwano-Frankiwsk sowie Grundnahrungsmittel gekauft. Die Leitung des Frauenhauses und alle Bewohnerinnen bedanken sich herzlich für die geleistete Hilfe.

Russlands Krieg gegen die Ukraine

26 januar 2025 : Kinderclubs Bereginya

Der Verein Ad Pacem hat die im Dezember 2024 auf dem Weihnachtsmarkt in Differdange (L) gesammelten Mittel  für den Kauf von Schulpapier und Material für das Handwerk des Kinderclubs Bereginya in Kropyvnytskyi verwendet. Diese Gruppe vereint Kinder, die von der russischen Armee aus den besetzten Gebieten der Region Donezk vertrieben wurden. Die Lehrer der Schule, die zu 90 % selbst Vertriebene sind, versuchen, den Kindern zu helfen, die negativen Auswirkungen der traumatischen Ereignisse, die sie erlebt haben, zu überwinden. Sie helfen ihnen, sich an die neuen Lebensumstände anzupassen, und zwar durch Kunsttherapie und verschiedene handwerkliche Tätigkeiten, die auf den volkstümlichen Traditionen und der künstlerischen Kultur des ukrainischen Volkes basieren.

Russlands Krieg gegen die Ukraine

6. Januar 2025 : Berezhany

Kinder der griechisch-katholischen Gemeinde in Berezhany (Westukraine) haben die Dekorationen hergestellt, die vom 29. November bis 22. Dezember 2024 auf dem Weihnachtsmarkt in Differdange (L) verkauft wurden. Viele von ihnen sind Binnenflüchtlinge aus den von Russland besetzten oder im Krieg befindlichen Gebieten im Osten und Süden des Landes.

Am 6. Januar erhielten sie als Geschenke Süßigkeiten, die ihnen der Verein Ad Pacem zukommen ließ.

Aktionen zur Unterstützung der Ukraine

Verkauf von handgefertigten Dekorationen, um Zufluchtsheim für Frauen und Kinder in Ivano Frankivsk (Ukraine) zu helfen

Von Freitag, dem 29. November bis Sonntag, dem 22. Dezember 2024 war der Verein Ad Pacem servandam – Pour la Paix et contre la guerre asbl. auf dem Weihnachtsmarkt in Differdingen mit der Vermietung eines Chalets vertreten. Dort konnte man verschiedene Dekorationen für die Advents-, Weihnachts- und Neujahrszeit kaufen. Diese Dekorationen wurden von einer ukrainischen Frau hergestellt, deren Familie 2015 nach der russischen Invasion aus dem Donbass geflohen war und sich in der Westukraine niedergelassen hat.

Mit dem Erlös aus dem Verkauf soll das Zufluchtsheim für Frauen- und Kinder in Iwano-Frankiwsk unterstützt werden, von denen viele aus den Kriegsgebieten geflohen sind.

Aktionen zur Unterstützung der Ukraine, Russlands Krieg gegen die Ukraine

26.11.2024 – Hilfe für das Krankenhaus Charkiw

Am 19. November 2024 von Luxemburg aus verschickt, wurde unsere Hilfe (sechs Pappschachteln) am 26. November 2024 von unserer Kooperatorin im Krankenhaus in Charkiw in Empfang genommen. Die Sendung enthält Verbände in verschiedenen Größen, mehrere postoperative Sets, chirurgische Masken, einige Orthesen sowie Schläuche und Katheter für enterale Ernährung.

Russlands Krieg gegen die Ukraine

20. November 2024 : Schule in Kropyvnyckyj

Der Verein Ad Pacem hat in der Ukraine 100 kg Paraffin für die Schule in Kropyvnyckyj (Westukraine) gekauft. Die Schülerinnen und Schüler der Schule stellten aus diesem Paraffin Kerzen her, die an die Front geschickt wurden, wo sie den Soldaten in den Schützengräben dienen. Die meisten Schüler sind Binnenflüchtlinge aus Kramatorsk, einer Stadt im Osten des Landes, die nahe der Front liegt.