Am Dienstag, den 19. November 2024, nahm Claude Pantaleoni, Präsident des Vereins, vom Vorstand des Syndicat National des Enseignants SNE/CGFP am Sitz in Luxemburg-Bonnevoie einen Scheck über 2.000 € entgegen.
Das Geld ist für humanitäre Hilfsprojekte bestimmt, die die Vereinigung in der Ukraine bei den Zentren „Misto Dobra“ (Tschernivtsi) und „Zuflucht für Mütter und Kinder“ (Ivano-Frankivsk), die Kriegsopfer aufnehmen, finanziert.
Auf dem Foto (v.l.n.r.): Gilles GLESENER (Generalsekretär), Patrick REMAKEL (Vorsitzender), Claude PANTALEONI, Claude RIES, Vanessa SCHETGEN (erste stellvertretende Vorsitzende), Christian KOHNEN
Das Kind Lubomir, aus einer Flüchtlingsfamilie aus dem Donbass musste sich an diesen beiden Tagen, im Krankenhaus von Dnipro, einer dringenden Operation unterziehen, wegen einer akuten Entzündung der Nasennebenhöhlen unterzogen. Die Operation wurde von Ad Pacem servandam bezahlt.
Der Verein Ad Pacem hat ein Konzert organisiert in Italien in der Stadt Pergola (Provinz Pesaro Urbino) .Laura und Daniel Pantaleoni interpretierten eine Reihe von klassischen und romantischen Werken. Die gesammelten Spenden wurden für den Kauf von Medikamenten für das psychiatrisch Krankenhaus in Vorzel in der Nähe von Kyiv verwendet.
Unser Entwicklungshelfer kauft und liefert mit dem Geld aus dem Verkauf der Kalender 2024 Medikamente, die das psychiatrische Krankenhaus in Vorzel (Ukraine) benötigt.
Ein Dutzend Radfahrer des Vereins Ad Pacem hatten sich am 28. und 29. September 2024 am Ufer des Der-Sees verabredet, um eine Radtour auf dem Radweg entlang des Sees und durch einige Dörfer der Umgebung zu unternehmen. Das gesamte Team verbrachte den Abend und die Nacht in einem für diesen Anlass gemieteten Haus in der Nähe des Sees. Am Sonntag stand der zweite Teil der Tour auf dem Programm, ebenfalls auf Radwegen und Straßen in der Umgebung des Sees.
Besonderheiten des Lac du Der
Der Lac du Der – Chantecoq oder Stausee Marne ist ein künstlicher See im Nordosten Frankreichs. Er liegt an der Grenze zwischen den Departements Marne und Haute-Marne. Nach zehn Jahren gigantischer Bauarbeiten entstand der Lac du Der 1974 im Herzen der Champagne
Der Hauptzweck des Lac du Der, sein Daseinsgrund, ist seine Speicherkapazität von 350 Millionen m³ Wasser. Von Saint-Dizier aus reguliert er den Lauf der Marne, einem Nebenfluss der Seine, dem größten Fluss Frankreichs. Er mildert einerseits die Auswirkungen von Hochwasser in Paris und ermöglicht andererseits den Schiffsverkehr in Zeiten niedriger Wasserstände. Der Stausee begrenzt somit Überschwemmungen in den Departements Haute-Marne und Marne sowie in den Tälern der Marne und der Seine bis zum Großraum Paris. Der Lac du Der bietet im Laufe der Jahreszeiten wunderschöne Landschaften. Bei schönem Wetter war es für die Teilnehmer der Gruppe ein schönes Erlebnis, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.
Seinen Namen verdankt der See sowohl der Region Der, in der er liegt, als auch dem Dorf Chantecoq, das ebenso wie die Dörfer Champaubert-aux-Bois und Nuisement aux Bois zerstört wurde, von denen nur noch die Kirche am Rande einer Halbinsel erhalten ist. Bei den Bauarbeiten in den 1960er und 1970er Jahren erhielt der See ein Fassungsvermögen von 350 Millionen m³. Mit einer Fläche von 48 km² ist er flächenmässig der größte künstliche See Frankreichs, allerdings nicht nach dem Volumen.
Freilichtmuseum „Village Musée du Der
Dank engagierter Freiwilliger und um die Erinnerung an die Vergangenheit zu bewahren, wurde das Freilichtmuseum „Village Musée du Der“ gegründet, damit das Leben der damaligen Bewohner, ihre Dörfer und die erstaunliche Geschichte ihres Erbes nicht in Vergessenheit geraten. Von der Schulklasse über das Dorfmodell bis hin zur Kirche von Champaubert-aux-Bois ist alles vorhanden, um den Besuchern heute die Geschichte der Dörfer zu zeigen, bevor sie den Fluten des Sees zum Opfer fielen. Neben der ehemaligen Schule kann man im Jardin du Curé (Priestergarten) oder im Jardin des Simples (Kräutergarten) spazieren gehen und Heilpflanzen entdecken.
Rund um den See
Während der Pausen konnten die Radfahrer entlang der Strecke die Natur des Lac du Der und die dreihundertjährigen Eichen der umliegenden Wälder bewundern. Der See ist künstlich angelegt, hat aber der Natur mit Ruhezonen für die bisher 300 registrierten Vogelarten sehr geholfen.
Zahlen
4 800 Hektar: Gesamtfläche des Bauwerks
349 Mio. m³: Fassungsvermögen
20,3 km : Erddeiche mit einer maximalen Höhe von 20 m
2 900 km² : kontrolliertes Einzugsgebie
Fachwerkkirchen, ein außergewöhnliches Kulturerbe
Etwa fünfzehn Dörfer beherbergen Kulturschätze, von denen einige mehr als 400 Jahre alt sind. Inmitten dieser ruhigen Landschaft befinden sich ungewöhnliche Kirchen, die die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich ziehen. So konnte die Gruppe einige der elf als historische Denkmäler klassifizierten Kirchen besichtigen.
Die Konstruktion dieser Fachwerkkirchen spiegelt eine Zeit wider, in der man die vor Ort verfügbaren Materialien wählte, um die Kosten und die Bauzeit der Gebäude zu minimieren. In dieser Region der Champagne war Eichenholz die einzige verfügbare Ressource. Daher wurden alle Gebäude aus Holz gebaut: die Kirchen, aber auch die Wohnhäuser. Fachwerk war nicht nur praktisch, sondern auch wegen seiner Ästhetik sehr beliebt!
Der Verein Ad Pacem hat ein Konzert organisiert in Italien in der Stadt Serra Sant Abbondio (Provinz Pesaro Urbino). Laura, Daniel und Michel Pantaleoni interpretierten eine Reihe von klassischen und romantischen Werken. Die gesammelten Spenden wurden für den Kauf von Medikamenten für das psychiatrisch Krankenhaus in Vorzel in der Nähe von Kyiv verwendet.
Besuch von Natalya im Spital in Vorzel. An dem Tag erfolgte die Übergabe der für die Therapien benötigten und kurz vorher gekauften Medikamenten. Alle gekauften Medikamenten sind mit dem Erlös des Verkaufs des Kalenders 2024 bezahlt worden.
Es folgte die Besichtigung des Zimmers für intensive Therapie, dessen Renovierung ganz von Ad Pacem finanziert wird. Mitte Juli waren die Arbeiten noch nicht abgeschlossen.
Diese Tage konnte unsere Vizepräsidentin Natalya in Kyiv drei ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers ‘Izolyaziya’ in Donetzk treffen: Andrij Kochmuradov, Vitalij Sokolov und Valerij Matjuschenko . Dieses Lager wird von den russischen Besatzungstruppen im besetzten Donbass betrieben.Regelmässige Foltern gehören hier zur Tagesordnung. Valerij Matjushenko wurde im Rahmen des Gefangenenaustasch erst Anfang Juli 2024 freigelassen. Nach den Foltern haben alle drei, sowie die Frau von Andrij Kochmuradov Olena Lazareva, erhebliche Gesundheitsprobleme an den Gelenken, Zähne-, Herz- und Kreislaufstörungen u.a. mehr. Sie bekommen von Ad Pacem finanzielle Unterstützung für medizinische Behandlungen und den Kauf von Medikamenten. Kochmuradov und Sokolov teilten mit, dass sie grosse Probleme bei ihrer Arbeitsuche haben durch die Tatsache, dass sie im Gefängnis waren. Arbeitgeben sind davon abgeschreckt und akzeptieren schlecht die Tatsache, dass sie politische Gefangene gewesen sind, aber später von ukrainischen Gerichten für unschuldig erklärt wurden. Sokolov arbeitet jetzt als Wächter, Kochmuradov hat noch immer keine Arbeit.
Brief von Valerij Matjuschenko:
Am 15. Juli 2017 wurde Valeriy Mykolayovych Matjuschenko von Beamten des „Ministeriums für Staatssicherheit“ (FSB) der sogenannten Volksrepublik Donezk (DVR) entführt. Er wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt und verbrachte sieben Jahre in Gefangenschaft. Am 28. Juni 2024 wurde er durch einen Austausch freigelassen. Hier ist seine Erzählung:
„Ich, Valeriy Mykolayovych Matyushenko, geboren 1965, Ukrainer, wohnhaft in Komsomolske, Bezirk Starobeshevo, Region Donezk, bin verheiratet und Vater eines Sohnes.
Am 15. Juli 2017 verließ ich meine Wohnung, um mich mit meiner Frau zu treffen, die sich in der Schule befand, in der unser Sohn eingeschrieben war, und die Klasse für das nächste Schuljahr vorbereitete.
Ich öffnete mein Auto und sah in diesem Moment einen weißen VW-Kleinbus, in dem sich einige Personen befanden. Als ich gerade losfahren wollte, kamen vier Männer auf mich zu, legten mir Handschellen an und zogen mir eine Plastiktüte über den Kopf. Sie zerrten mich in den Kleinbus und brachten mich irgendwohin.
Ich fand mich in einem Raum wieder und mir wurde gesagt, dass ich der Spionage für die Ukraine verdächtigt werde.
Ich war in der „DPR MGB“ (FSB).
Die Folterkammer von IZOLYATSIA in Donezk. In diesem Gefängnis oder Konzentrationslager gab es noch viele andere Menschen.
Zuerst wurde ich in einen kleinen Raum geworfen. Er hatte kein Fenster und war etwa einen Meter mal zwei Meter groß. Ich kann nicht sagen, wie lange ich dort blieb. Es brannte die ganze Zeit Licht und es gab eine Überwachungskamera. Danach wurde ich in den Keller verlegt. In diesem Keller war es kalt. Ich wurde zweimal am Tag gefüttert, um 7:00 Uhr und um 19:00 Uhr. Sie gaben mir gekochtes Getreide ohne Brot.
Etwa drei Tage später, um zwei Uhr morgens, wurde ich aus der Zelle geholt und drei Männer begannen, mich zu schlagen.
Ich kann nicht sagen, wie lange sie mich geschlagen haben. Dann schleppten sie mich in einen anderen Keller. Dort schlossen sie mich an elektrische Drähte an und begannen, mich mit Elektroschocks zu foltern. Danach brachten sie mich zurück in die Zelle. Mir wurden die Zähne ausgeschlagen, drei Rippen gebrochen und ich schlief über einen Monat lang im Sitzen.
Die Schläge gingen fast jeden Tag weiter. Nun habe ich seit meiner Kindheit eine Krankheit:
Ich leide am Tourette-Syndrom, das sich nach den Folterungen verschlimmert hat. Auf nervlicher Ebene habe ich Probleme mit meiner Schilddrüse entwickelt. Durch die harte Arbeit habe ich einen Leistenbruch erlitten, der nach meiner Rückkehr operiert wurde.
Ich benötigte eine Zahnprothese.
Nach Folter und Verhören wurde ich vom „Militärgericht der DVR“ wegen Spionage für die Ukraine zu zehn Jahren strengem Haftregime verurteilt.
Ich blieb zehn Monate lang in dieser „Einzelhaft“. Dann wurde ich in die Untersuchungshaftanstalt in Donezk verlegt. Nach drei Wochen in der Untersuchungshaftanstalt wurde ich in die Hochregimekolonie Nr. 32 in Minsk verlegt, wo ich bis zum 28. Juni 2024 festgehalten wurde, als ich freigelassen wurde.
Am 28. Juni 2024 kam ich mit einem Hubschrauber in Kiew an. Vom Flughafen aus wurde ich sofort in das Regionalkrankenhaus gebracht, wo ich zwei Wochen lang blieb. Jetzt bin ich seit einem Monat in einem anderen Krankenhaus, um meinen Behindertenausweis zu erhalten. Ich habe viele Probleme, darunter auch finanzielle Probleme. Ich frage Ihre Organisation Ad Pacem, ob es möglich ist, mir finanziell zu helfen, meine körperliche Verfassung wiederherzustellen und die notwendigen Medikamente zu kaufen.
Frau Ponomarenko, die Leiterin des psychiatrischen Krankenhauses in Vorzel (Ukraine), nimmt die Medikamente entgegen, die dank einer Spende des Kiwanis Club Luxemburg gekauft werden konnten.
Besuch unserer Vizepräsidentin Natalya in „Misto dobra“ – City of goodness in Chernivtzi.
Das vorausgeplante Treffen mit der Gründerin von „Misto Dobra“ ist leider ausgefallen. Denn am vorigen Tag wurde in Kyiv das Kinderspital „Ochmadit“ von einer russischen Rakete getroffen. In ihm befanden sich gerade zwei Kinder aus dem Heim „Misto Dobra“, bei denen eine onkologische Operation gemacht werden sollte. Die Gründerin, Frau Marta Levchenko, musste deshalb dringend nach Kyiv verreisen. Mit einer Mitarbeiterin von Frau Levchenko konnte Natalya das ganze Zentrum „Misto Dobra“ besuchen. Hier befinden sich viele Kinder aus evakuierten Kinderheimen aus Odessa und Mykolajiv (Südukraine). Das Heim hat Rehabilitationsräume für kranke und behinderte Kinder und eine Palliativabteilung. Mit finanzieller Hilfe von Ad Pacem wurden hier Tracheostomie- und Gastrostomieschläuche und Katheter gekauft. Auch wurde ein Computer mit Monitor gekauft, die den Zustand eines schwerkranken Kindes während des Transports zum Krankenhaus überwachen.
Besuch unserer Vizepräsidentin Natalya in eine Zufluchtsstätte für Mutter und Kind in Ivano-Frankivsk (Westukraine).
Von den 37 Frauen und Kindern, die momentan im Heim leben, sind drei Viert innere Flüchtlinge aus der Ost- und Südukraine. Darunter befinden sich auch Opfer von Vergewaltigungen durch die russischen Soldaten.
Das Heim bietet vor allem den Frauen ein Zuhause, die kleine Kinder haben und keine Möglichkeit haben eine Miete zu zahlen. Die Frauen bekommen eine Arbeit in einem Hühnerzuchtbetrieb und die Kinder können in eine Schule und in einen Kindergarten gehen. Für kleinere Kinder wird im Heim gesorgt. Sobald die Frauen finanziell besser dastehen, mieten sie eine Wohnung selbständig. In den Fällen, wo Frauen und/oder deren Kinder Krankheiten, Behinderungen oder Kriegstraumata haben, ist der Aufenthalt im Heim nicht zeitliche eingeschränkt.
Durch die ständigen russischen Raketenbeschüsse funktioniert das ukrainische Energienetz sehr schlecht. Strom wird plangemäss viele Stunden am Tag ausgeschalter. Deshalb war der Kauf einer elektrischen Akkustation für dieses Heim von erstrangiger Bedeutung. Ad Pacem hat den Kauf einer solchen Akkusstation finanziert. Diese ist Ende August 2024 im Heim installiert worden.
Versand von 2 Toilettenstühlen, 1 Rollstuhl und mehreren Paar Krücken aus Luxemburg für das Zentrum für interne Flüchtlinge in Dnipro. Die Materialien wurden am 28. Juni in Empfang genommen.
Am Freitag, dem 28. Juni 2024, trafen sich vierundzwanzig Mitglieder von Ad Pacem gegen 21. Uhr am Eingang der Carrières d’Haudainville in der Nähe der Stadt Verdun (F), um der größten europäischen Ton- und Lichtshow über den Ersten Weltkrieg beizuwohnen.
Bei Einbruch der Dunkelheit begann die szenische Darstellung der wichtigsten historischen Ereignisse der Schlacht um Verdun (F) und endete gegen Mitternacht. Anhand der sich kreuzenden Schicksale von Deutschen und Franzosen erlebten die Zuschauer die unerbittliche Verkettung der Ereignisse, die zum Ersten Weltkrieg führten. Dank einer guten Tontechnik und einer professionellen Inszenierung hatten die Zuschauer den Eindruck, mitten in die Kampfhandlungen einzutauchen, in die „Hölle von Verdun“, wobei die Leiden und Ängste der Soldaten und Familien heraufbeschworen wurden. Ob in den französischen oder deutschen Schützengräben, die Soldaten erleiden das gleiche Schicksal: Kälte, Schlamm, Läuse und Ratten… Mitunter gibt es trotz der Nächte voller Ängste über die bevorstehenden Kämpfe eine kleine Verschnaufpause im Hinterland.
Alle Szenen versuchen, durch ihre Wahrheiten zu erschüttern: packende Schlachtszenen, Angriffe mit Stichwaffen, der Tod, der auf die Angreifer wartet, Feuerwehrleute im brennenden Verdun, ein Jahrmarkt in einer Stadt hinter der Front, die erste Luftschlacht der Geschichte… Gleichzeitig ist das Schauspiel durch ein pädagogisches Anliegen gekennzeichnet: Durch die Erzählung, das Porträt der Figuren und den Wechsel zwischen hektischen und ruhigen Bildern oder Sequenzen kann ein Publikum jeden Alters diesem schmerzhaften Kapitel der Menschheit beiwohnen und die Erinnerung daran wach halten.
Die technischen Mittel, die eingesetzt wurden, um diese Umsetzung zu erreichen, sind zahlreich: Spezialeffekte, Projektionen riesiger Bilder auf die Wände des Steinbruchs und beeindruckende Kulissen. Das Ganze wird mit 200 Schauspielern, die größtenteils ehrenamtlich tätig sind, 800 Kostümen, Hunderten von Scheinwerfern und Wagen, einem historischen Zug usw. aufgeführt.
Das Spektakel endet mit dem Handschlag eines deutschen und eines französischen Soldaten unter dem Licht einer Fackel, die von einer Zivilperson gehalten wird.Die Feinde von gestern wurden zu den Freunden von heute.