Vorträge / Diskussionen / Zeugenberichte

Vortrag von Herrn Gabriel Becker

Das Lager von Ban Saint-Jean im Departement Moselle (F)

Am Samstag, dem 29. Februar 2020, hat unser Verein „Für Frieden und gegen Krieg“ Herrn Gabriel Becker, einen Lothringer, eingeladen, das Nazi-Lager Ban St-Jean im Departement Moselle (F) anlässlich des 20. „Salon du Livre et des cultures“ in Luxemburg vorzustellen. Dieses Lager ist in der Tat ein großes Massengrab, in dem sich die Überreste von 20.000 sowjetischen Gefangenen des Zweiten Weltkriegs befinden.

Bevor der Präsident der Vereinigung, Herr Claude Pantaleoni, das Wort an den Gast übergab, stellte er Herrn Becker und dessen Forschungsarbeit innerhalb der AFU (Französisch-Ukrainische Vereinigung) vor, die für die Sanierung des Lagers verantwortlich ist.

Das Massengrab von Ban St-Jean befindet sich im Departement Moselle, in der Nähe von Boulay, etwa eine Stunde von Luxemburg entfernt. Der pensionierte Deutschlehrer Gabriel Becker recherchiert seit zwanzig Jahren Zeugenaussagen, Archivdokumente und Erinnerungsstücke, um die Geschichte dieses sowjetischen Gefangenenlagers vor dem Vergessen zu bewahren. Er ist Vizepräsident und Mitbegründer der Französisch-ukrainischen Vereinigung (AFU), die sich für den Erhalt des Lagers einsetzen.

Becker hat vier Bücher veröffentlicht, in denen er das Drama des letzten Weltkrieges sowie die Höhen und Tiefen der Rehabilitation des Lagers erklärt.

Nazi-Transitlager

Der Referent erläuterte zunächst, dass die lokale Bevölkerung sich nach dem Krieg nicht mit diesem Lager auseinandersetzen wollte und alles tat, um den Ort zu vergessen, auch weil die Menschen sich um ihr Überleben sorgten und mit der schwierigen Organisation ihres Alltags beschäftigt waren.

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Vorträge / Diskussionen / Zeugenberichte

Unser Gast auf dem 20. „Salon du Livre et des cultures du Luxembourg“ – Gabriel BECKER

Samstag, 29. Februar 2020 um 15:30 Uhr

LUXEXPO KIRCHBERG LUXEMBURG, 2. Stock

„Der BAN SAINT-JEAN: Kampf für die Erinnerung an ein ukrainisches und sowjetisches Gefangenenlager in der Moselle“

 

Gabriel Becker, ein Deutschprofessor im Ruhestand, sammelt seit zwanzig Jahren Zeugnisse, Archivdokumente und Erinnerungsstücke, um die Geschichte dieses Gefangenenlagers wieder zum Leben zu erwecken. Er ist der Autor von vier Büchern zu diesem Thema:

  • Le camp du BAN SAINT-JEAN (1941-1944), Lumière sur une honte enf(o)uie
  • Le drame ukrainien en France (Moselle) (1941-1944), Mementote…
  • Camp du Ban Saint-Jean, Moselle, La Revie
  • Camp du Ban Saint-Jean Moselle, Nadejda : Espoir

Er ist Vizepräsident und Mitbegründer der Association Franco-Ukrainienne (AFU) für die Rehabilitierung des Massengrabes des Ban Saint-Jean bei Boulay in der Moselle.

Während seines Vortrags wird er die tragische Geschichte dieses Transitlagers (300.000 Gefangene) und Todeslagers (22.000 Tote) vorstellen.

Generalversammlungen

Bericht der dritten Generalversammlung

Die dritte Generalversammlung unserer gemeinnützigen Vereinigung „Für Frieden und gegen Krieg“ fand am Mittwoch, den 5. Februar 2020, im 1. Stock des regionalen Kulturzentrums „Aalt Stadhaus“, 38 avenue Charlotte in Differdange (L), statt.

Der Präsident, die Vizepräsidentin und der Sekretär waren anwesend, der Schatzmeister ließ sich entschuldigen und überließ dem Sekretär Christian Welter eine Vollmacht. Sechzehn Mitglieder waren im Saal anwesend, während dreiundzwanzig sich entschuldigen ließen.

Nach der Begrüßung aller Anwesenden berichtete der Präsident ausführlich über alle Aktivitäten, die die Vereinigung im Jahr 2019 im Zusammenhang mit den drei Zielen der Vereinigung organisiert hat.

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Vorträge / Diskussionen / Zeugenberichte

Gesamteuropäische Friedensordnung zwischen Idee und Realität

Einladung

Samstag 9. November von 10:00 bis 12:00
im Creative Hub 1535° in Differdingen (115 rue Émile Mark), Luxemburg

Wir laden alle unsere Mitglieder sowie alle Interessierte ein zu unserem Vortrag mit anschließender politischer Debatte, am Samstag den 9. November 2019 in Differdingen im Creative Hub 1535°, in Luxemburg.

Ein Experte auf dem Gebiet der Friedens- und Konfliktforschung in Europa, Herr Dr. Bruno Schoch, Senior Researcher am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt am Main, wird einen Vortrag in deutscher Sprache halten zum Thema „Gesamteuropäische Friedensordnung zwischen Idee und Realität“.

Wir haben Politiker(innen) der im luxemburgischen Parlament vertretenen Parteien sowie Vertreter von deutschen politischen Parteien eingeladen, am Vortrag sowie an der anschließenden Diskussionsrunde teilzunehmen.

Bis jetzt haben zugesagt:

  • Herr Gary Diderich, déi Lénk
  • Herr Fernand Kartheiser, ADR
  • Herr Sven Clement, Piratepartei Lëtzebuerg
  • Frau Tilly Metz, déi Gréng
  • Herr Thomas Barth, Europapolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz
  • Herr Stefan Thielen, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion Saarland
Aktionen zur Unterstützung der Ukraine

Neuer Aufruf für Lev Borodin

Am Samstag den 17. und Sonntag den 18. August 2019 waren wir im Pilgerort San Pasquale Baylòn (Italien), wo wir uns in den Messen bedankt haben bei den anwesenden Christen für ihre Spenden vom letzten Jahr. Diese haben es erlaubt Lev Borodin sein erstes Jahr des Informatikstudiums an der Universität in Kyjiw zu absolvieren. Wir haben die Gelegenheit genutzt noch einmal die Motivationen zu nennen, die uns als Vereinigung „Ad pacem servandam“ dazu führen diesem jungen Mann zu helfen. Lev hat einen Brief an diese christliche Gemeinde geschrieben, in dem er sich von ganzem Herzen bei allen bedankt die ihn unterstützen. Einige Passagen seines Briefes wurden während der Messen vorgelesen.
Mit dem Einverständnis der Franziskanerpater dieses Pilgerortes haben wir unseren Aufruf an die Gemeinde erneuert, Lev, der von Donezk nach Kyjiw geflüchtet ist, für ein weiteres Studienjahr zu unterstützen. Unser Spendenaufruf hat 1065 € zusammengebracht.

Aktionen zur Unterstützung der Ukraine

Friedensmarsch

Seit Donnerstag, dem 25. Juli 2019, hat Anselmo Malvetti, Mitglied unserer Vereinigung, seinen Marsch in den Schweizer Alpen für den Frieden in der Ostukraine begonnen. Seit dem Jahr 2014 befindet sich in diesem Teil Europas die Ukraine in einem Krieg gegen den russischen Aggressor. Dieser Krieg wird heute jedoch von den europäischen Medien weitgehend ignoriert.

Anselmo kennt die Ukraine weil er 2013, ein Jahr vor Ausbruch dieses Krieges, dort war, um humanitäre Hilfe in ein Waisenhaus in Tscherkassy, eine Stadt in der Zentralukraine, zu bringen.

Während dieser Reise besuchte er mit seinen Freunden auch die Krim, damals noch ukrainisch, die 2014 von Russland annektiert wurde als das ukrainische Volk in der Hauptstadt auf dem Maidan demonstrierte für eine Hinwendung des Landes zu Europa und nicht nach Asien.

Als Student und Bürger Europas unterstützt Anselmo das ukrainische Volk auf seinem Weg zu einem unabhängigen Staat, der nicht Russland unterworfen ist. Dafür braucht das Land die Unterstützung Europas. Als Pazifist zeigt er Solidarität mit den unschuldigen Opfern dieses Krieges.

Er lädt alle Interessierten ein, sich ihm auf einen mehrtägigen Marsch für den Frieden in einer wunderschönen Landschaft anzuschließen. Jeder, der ihn in seinen Bemühungen unterstützen möchte, kann den Opfern dieses Krieges in der Ukraine, die wir beim Wiederaufbau ihres Lebens unterstützen, eine Spende zukommen lassen.

Diese Spende kann per Banküberweisung auf das Konto IBAN LU28 0099 7800 0064 0276 (CCRALULL) mit dem Vermerk: Anselmo Malvetti Friedensmarsch erfolgen.

Sie können die Fortschritte von Anselmo verfolgen, indem Sie sich bei Instagram @eefalt.photography oder auf Facebook @eefaltontour anmelden.

Um mehr über Anselmos Motivation für diese Solidaritätsaktion zu erfahren, können Sie oben im PDF-Format sein Interview lesen, das am 19. Juli 2019 in der luxemburgischen Zeitung „Tageblatt“ veröffentlicht wurde.

Generalversammlungen

Die Gründung des Vereins ohne Gewinnzweck sowie die Zielsetzungen

Die Initiative « Pour la Paix et contre la Guerre » („Für den Frieden und gegen den Krieg“) ist im Februar 2015 entstanden, als Folge des Krieges in der Ostukraine. Wir haben einen direkten Kontakt mit Opfern und Binnenflüchtlingen hergestellt und eine konkrete Hilfe geliefert. Dieser Krieg in der Ukraine hat uns jedoch vor Allem zu verstehen gegeben, dass in Europa die seit Ende des Zweiten Weltkrieges andauernden Zeiten des Friedens vorüber sind. Wir betreten eine Zeit, in der Kriege wieder möglich werden, auch in Europa. Dies hat uns dazu bewegt, am 11. Juli 2017 unseren Verein zu gründen.

Die Zielsetzungen unseres Vereins

  • Opfern und Flüchtlingen von Konflikten und Kriegen in Europa helfen mittels Solidaritäts- und Unterstützungsaktionen.
  • Eine Friedenskultur fördern durch Information und Sensibilisierung in den Medien und im öffentlichen Raum.
  • Sich informieren bei Instituten und wissenschaftlichen und anderen Experten, die gewaltlose Lösungen gegen die Konflikte ausarbeiten und vorschlagen, sowie aktiv deren Verbreitung unterstützen.

Erklärung des Logos

  • Die Rakete stellt den Krieg dar, die Zerstörung und den Tod. Sie ist gebrochen; der Kriegt hört auf, wenn die Kräfte des Friedens überwiegen. Letztere werden durch die Taube dargestellt. Der Olivenzweig symbolisiert die Hoffnung sowie das wiederkehrende Leben. Es ist diese Friedensfindung für die wir uns einsetzen.
  • Wir haben uns dafür entschieden, das Grundprinzip unseres Vereins „Ad Pacem Servandam“ (Übers. „Im Dienste des Friedens“) auf Lateinisch zu verfassen, da unser Verein in Europa aktiv ist, ein Europa das von der lateinischen Kultur und Zivilisation geprägt ist. Diese Sprache vermittelt bis heute eine universale und humanistische Dimension.