Konferenzen

Unser Gast auf dem 20. „Salon du Livre et des cultures du Luxembourg“ – Gabriel BECKER

Samstag, 29. Februar 2020 um 15:30 Uhr

LUXEXPO KIRCHBERG LUXEMBURG, 2. Stock

„Der BAN SAINT-JEAN: Kampf für die Erinnerung an ein ukrainisches und sowjetisches Gefangenenlager in der Moselle“

 

Gabriel Becker, ein Deutschprofessor im Ruhestand, sammelt seit zwanzig Jahren Zeugnisse, Archivdokumente und Erinnerungsstücke, um die Geschichte dieses Gefangenenlagers wieder zum Leben zu erwecken. Er ist der Autor von vier Büchern zu diesem Thema:

  • Le camp du BAN SAINT-JEAN (1941-1944), Lumière sur une honte enf(o)uie
  • Le drame ukrainien en France (Moselle) (1941-1944), Mementote…
  • Camp du Ban Saint-Jean, Moselle, La Revie
  • Camp du Ban Saint-Jean Moselle, Nadejda : Espoir

Er ist Vizepräsident und Mitbegründer der Association Franco-Ukrainienne (AFU) für die Rehabilitierung des Massengrabes des Ban Saint-Jean bei Boulay in der Moselle.

Während seines Vortrags wird er die tragische Geschichte dieses Transitlagers (300.000 Gefangene) und Todeslagers (22.000 Tote) vorstellen.

Generalversammlung

Bericht der dritten Generalversammlung

Die dritte Generalversammlung unserer gemeinnützigen Vereinigung „Für Frieden und gegen Krieg“ fand am Mittwoch, den 5. Februar 2020, im 1. Stock des regionalen Kulturzentrums „Aalt Stadhaus“, 38 avenue Charlotte in Differdange (L), statt.

Der Präsident, die Vizepräsidentin und der Sekretär waren anwesend, der Schatzmeister ließ sich entschuldigen und überließ dem Sekretär Christian Welter eine Vollmacht. Sechzehn Mitglieder waren im Saal anwesend, während dreiundzwanzig sich entschuldigen ließen.

Nach der Begrüßung aller Anwesenden berichtete der Präsident ausführlich über alle Aktivitäten, die die Vereinigung im Jahr 2019 im Zusammenhang mit den drei Zielen der Vereinigung organisiert hat.

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Unterstützungsaktionen

Mit Unterstützung unserer Vereinigung „ad pacem servandam“ entsteht ein neuer Musikraum in Avdiivka

Avdiivka ist eine Industriestadt in der Ukraine, die an die Stadt Donezk grenzt, die von prorussischen Milizen kontrolliert wird. In der Zeit vor dem Krieg, also vor 2014, konzentrierte sich das kulturelle Leben vor allem auf Donezk. In Avdiivka befanden sich nur Betriebe und Schlafviertel. Seit Sommer 2014 leben die Bewohner von Avdiivka in unmittelbarer Nähe des Frontverlaufs.
Ein ukrainisch-patriotisches Ehepaar, Svetlana und Oleksiy Savkevych, setzt sich seit Anfang des Krieges für Freizeitaktivitäten von Jugendlichen in ihrer Stadt ein. Im Mai 2018 ist es ihnen sogar gelungen, ein Festival der ukrainischen Kultur in Avdiivka zu organisieren.
Dieses Festival hat bei Jugendlichen großes Interesse an der Musik geweckt. Daher wollte Oleksiy einen Musikraum für Jugendliche finden und ausrichten. Es sollte ein Raum sein, in dem Jugendliche sich treffen könnten, weit weg von der Straße und dem Krieg. Die Jugendlichen sollten voneinander lernen und miteinander Musik machen.
Am Anfang trafen sich die Jugendlichen in Garagen und in verlassenen Häusern und gründeten eine Rockband. Sie hatten Gitarren von schlechter Qualität und nur ein altes Schlagzeug, das ihnen eine Stadtbewohnerin geschenkt hatte. Besen dienten als Mikrofonständer. Oleksiy stellte einen Antrag  bei der Stadtverwaltung und den politischen Verantwortlichen, damit ihm ein Raum zugeteilt würde, in dem die Jugendlichen weiterhin Musik machen könnten.
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Unterstützungsaktionen

Kalender 2020 mit Fotos vom Friedensmarsch

Von Ende Juli bis Anfang September 2019 unternahm unser Mitglied Anselmo Malvetti einen Friedensmarsch vom Genfersee bis zum Mittelmeer. Er wollte damit die Aufmerksamkeit auf den russisch-ukrainischen Krieg lenken, dem bisher mehr als 14.000 Menschen zum Opfer gefallen sind und der 1,5 Millionen Ostukrainer aus ihrem Heimatgebiet in die Flucht, meistens in die freie Ukraine, getrieben hat.

Von seiner langen Wanderung stellte uns Anselmo im Herbst die 12 schönsten Fotos, die er gemacht hatte, zur Verfügung. Diese sollten dazu dienen, einen Kalender für 2020 zu gestalten. Frau Lisa Battestini, auch Mitglied unserer Vereinigung, entwarf das Design.

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Ausflüge

Kultureller Besuch im Elsaß

Am 17. und 18. Dezember 2019 hat unsere Vereinigung « Ad pacem » eine kulturelle Studienreise ins Elsass organisiert. Zusammen mit fünfundzwanzig Schülern des Lycée de Garçons Esch-sur-Alzette (L) besuchte sie das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof, das Memorial Alsace Moselle in Schirmeck und das Europäische Parlament in Straßburg.

Besuch des Konzentrationslagers

Am 17. Dezember unternahmen 25 Schüler des Lycée de Garçons in Esch-sur-Alzette (L) eine Studienreise ins Elsass. Drei Lehrer, Claude Pantaleoni, Christian Welter und Frau Dora Almeida, begleiteten die Schülergruppe.
Die erste Etappe führte ins Nazi-Konzentrationslager Natzweiler-Struthof südlich von Straßburg, wo wir gegen 10 Uhr 30 ankamen. Der ganze Ort ist eine « nationale Nekropole », weil 22.000 Menschen, größtenteils politische Häftlinge und Widerstandskämpfer, dort den Tod fanden. Sie hatten sich dem Naziregime widersetzt. Ungefähr 400 Luxemburger wurden dort interniert, von denen viele nicht überlebten.
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Unterstützungsaktionen

Hilfeaktion für Flüchtlingskinder in Dnipro

Im Laufe des Monats November 2019 kontaktierte uns die ukrainische Caritas in Dnipro, einer Millionenstadt in der Ostukraine,ob wir Kleider, Schuhe und Geschenke senden könnten, die an etwa 40 Flüchtlingskinder im Alter von 1 bis 15 Jahren verteilt würden.
Spontan spendeten etliche Mitglieder unserer Vereinigung Kleider, Schuhe und Geschenke für diese Hilfsaktion. Zwei Kisten mit Kinderkleidern übergab uns die Sektion des Roten Kreuzes von Villerupt (F).

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Die griechisch-katholische Gemeinde von Dnipro organisiert die Hilfe für die Familien, die aus den pro-russisch besetzten Gebieten von Luhansk und Donezk geflüchtet sind. Alle sind aus politischen und/oder religiösen Gründen geflohen.
Am 15. Dezember sandten wir fünf große Kartonskisten mit insgesamt 80 Kilogramm nach Dnipro, die am Freitag, dem 20. Dezember, dort ankamen. Alles wurde an die Kinder, Jugendlichen und Eltern verteilt. Weiterlesen „Hilfeaktion für Flüchtlingskinder in Dnipro“

Unterstützungsaktionen

Kuchenverkauf im Lycée de Garçons von Esch-sur-Alzette zugunsten von Kriegsflüchtlingen Ludmila und Danil

SchülerInnen des Escher Gymnasium, Lycée de Garçons d’Esch-sur-Alzette (LGE), haben vom 21. Oktober bis 12. November 2019 den Verkauf von selbstgemachtem Gebäck während den Pausen organisiert. Der Erlös war zugunsten von Ludmila Bazhenova und ihres Enkels Danil. Beide sind Kriegsflüchtlinge aus Donezk (Ostukraine), eine Stadt die von prorussischen Separatisten besetzt wird.

Bis Ende Oktober wurde beiden von der Caritas in Dnipro geholfen. Diese Hilfsorganisation hat uns, Mitte Oktober, diese schwierige Situation von der siebzigjährigen Großmutter Ludmila und und ihres Enkels Danil, der zwölf Jahre alt ist, weitervermittelt. Beide sind im Jahre 2017 aus Donezk geflüchtet, weil die familiäre Situation für die Großmutter und das Kind unhaltbar geworden war.
Danils Mutter hat 2014 während der Bombenangriffe ein handikapiertes Kind auf die Welt gebracht. Der Vater, nicht der natürliche Vater von Danil, kam ins Gefängnis wo er monatelang von den Separatisten gefoltert wurde. Während Zwangsarbeiten im Freien gelang ihm die Flucht und er kam wieder im geheimen zur Familie. Aber, er ist dermaßen psychisch labil geworden, dass er ständig Danil schlug. Die Großmutter konnte diese schwierige Situation nicht mehr aushalten, und da sie keinerlei Hilfe in der okkupierten Zone fand, beschloss sie mit dem Enkel zu flüchten. Sie haben sich ohne Probleme über unbewachte mit Minen voll gelegten Feldern, in die freie Ukraine in Sicherheit gebracht und haben die Stadt Dnipro erreicht.

Während des ersten Jahres sind aber alle ihre Geldreserven verflogen, ohne dass sie ihre Lage finanziell stabilisieren konnten. Schließlich haben sie Hilfe bei der griechisch-katholischen Gemeinde und der Caritas gefragt. Diese hat uns Mitte Oktober gefragt, ob wir unsererseits helfen könnten.
Um diese Hilfe für die zwei Flüchtlinge zu gewährleisten, haben wir ein Dutzend Klassen des LGE, während des Faches „Leben und Gesellschaft“ besucht, um den Schülern zu erklären wie ein Krieg eine Familie längerfristig zerstört. Wir haben aber auch erklärt, dass jeder Schüler dieser Familie helfen kann, falls er bei einem Kuchenverkauf mitmacht. In jeder Klasse gab es Schüler, die bereit gewesen sind zu helfen.
Während den Pausen konnten die Schüler und die Lehrer während zweieinhalb Wochen leckeres Gebäck schmecken für 1€ das Stück. Der Verkauf hat insgesamt 650€ erbracht. Mit diesem Geld werden wir Ludmila und Danil bis April 2020 die Miete einer Wohnung bezahlen. Bis dahin hofft die Caritas einen (Aus-)Weg für die beiden Flüchtlinge zu finden.

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