Unterstützungsaktionen

Newsletter nº 7

SPENDENAUFRUF – Dringender chirurgischer Eingriff

Sehr geehrte Mitglieder,

Dieser Artikel unterscheidet sich von den vorherigen!
Es ist ein Appell an Ihre Großzügigkeit, einer Person zu helfen, die dringend eine teure Operation benötigt, die ihr Leben retten wird. Sie lebt in den von pro-russischen Separatisten besetzten Gebieten im Osten der Ukraine.

Die Fakten
Am 3. Mai hatte Irina (Name zur Wahrung der Identität geändert) einen Nierenanfall. Sie wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo ein Nierenstein von 2 cm Durchmesser in einer ihrer Nieren gefunden wurde. In einer ersten Operation wird der Nierenstein bewegt, um den Flüssigkeitsstrom der Niere zu ermöglichen. Es ist jedoch absolut notwendig, diesen Stein zu entfernen. Dies ist nur mit ausgefeilten Methoden möglich, über die das Krankenhaus nicht verfügt. Sie müssen in ein anderes Krankenhaus gehen, das über die entsprechenden Instrumente verfügt.

Damit diese Operation und die medizinische Nachsorge so schnell wie möglich durchgeführt werden können, muss die Familie jedoch zuerst einen Betrag von etwa 500 Euro bezahlen. Da sie keine Krankenversicherung oder Geldreserve hat, ist Irina mit einem Gehalt von etwa 80 € pro Monat nicht in der Lage zu zahlen. Die erste Operation hat bereits den Gegenwert von 200 Euro gekostet. Für ihre Familie ist es ein Wettlauf gegen die Zeit, um Geld von Verwandten, Nachbarn oder Freunden zu leihen.

Der Krieg, der 2014 begann, hat in diesen ostukrainischen Gebieten eine seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs beispiellose Verarmung hervorgerufen. Ein großer Teil der Bevölkerung, der nicht geflohen ist, nähert sich einem Armutsniveau, wie es in der unmittelbaren Nachkriegszeit vor mehr als 70 Jahren herrschte.
Am 10. Mai wurde unsere Vereinigung über diesen Fall informiert, der dringend Hilfe benötigt. Die Operation soll in dieser Woche vom 11. bis 16. Mai durchgeführt werden.

Daher unser Appell an Ihre Großzügigkeit, uns bei der Finanzierung dieser Operation zu helfen.
Sie können dies tun, indem Sie Ihre Spende auf das Bankkonto IBAN LU28 0099 7800 0064 0276 (BIC: CCRALULL) mit dem Vermerk „Operation Irina“ überweisen.

Vielen Dank, wir werden Sie in den kommenden Wochen über das weitere Vorgehen bei dieser dringenden Hilfsaktion auf dem Laufenden halten.

Claude Pantaleoni
Präsident

Konferenzen

Vortrag von Herrn Gabriel Becker

Das Lager von Ban Saint-Jean im Departement Moselle (F)

Am Samstag, dem 29. Februar 2020, hat unser Verein „Für Frieden und gegen Krieg“ Herrn Gabriel Becker, einen Lothringer, eingeladen, das Nazi-Lager Ban St-Jean im Departement Moselle (F) anlässlich des 20. „Salon du Livre et des cultures“ in Luxemburg vorzustellen. Dieses Lager ist in der Tat ein groβes Massengrab, in dem sich die Überreste von 20.000 sowjetischen Gefangenen des Zweiten Weltkriegs befinden.

Bevor der Präsident der Vereinigung, Herr Claude Pantaleoni, das Wort an den Gast übergab, stellte er Herrn Becker und dessen Forschungsarbeit innerhalb der AFU (Französisch-Ukrainische Vereinigung) vor, die für die Sanierung des Lagers verantwortlich ist.

Das Massengrab von Ban St-Jean befindet sich im Departement Moselle, in der Nähe von Boulay, etwa eine Stunde von Luxemburg entfernt. Der pensionierte Deutschlehrer Gabriel Becker recherchiert seit zwanzig Jahren Zeugenaussagen, Archivdokumente und Erinnerungsstücke, um die Geschichte dieses sowjetischen Gefangenenlagers vor dem Vergessen zu bewahren. Er ist Vizepräsident und Mitbegründer der Französisch-ukrainischen Vereinigung (AFU), die sich für den Erhalt des Lagers einsetzen.

Becker hat vier Bücher veröffentlicht, in denen er das Drama des letzten Weltkrieges sowie die Höhen und Tiefen der Rehabilitation des Lagers erklärt.

Nazi-Transitlager

Der Referent erläuterte zunächst, dass die lokale Bevölkerung sich nach dem Krieg nicht mit diesem Lager auseinandersetzen wollte und alles tat, um den Ort zu vergessen, auch weil die Menschen sich um ihr Übeleben sorgten und mit der schwierigen Organisation ihres Alltags beschäftigt waren.

Weiterlesen „Vortrag von Herrn Gabriel Becker“
Konferenzen

Unser Gast auf dem 20. „Salon du Livre et des cultures du Luxembourg“ – Gabriel BECKER

Samstag, 29. Februar 2020 um 15:30 Uhr

LUXEXPO KIRCHBERG LUXEMBURG, 2. Stock

„Der BAN SAINT-JEAN: Kampf für die Erinnerung an ein ukrainisches und sowjetisches Gefangenenlager in der Moselle“

 

Gabriel Becker, ein Deutschprofessor im Ruhestand, sammelt seit zwanzig Jahren Zeugnisse, Archivdokumente und Erinnerungsstücke, um die Geschichte dieses Gefangenenlagers wieder zum Leben zu erwecken. Er ist der Autor von vier Büchern zu diesem Thema:

  • Le camp du BAN SAINT-JEAN (1941-1944), Lumière sur une honte enf(o)uie
  • Le drame ukrainien en France (Moselle) (1941-1944), Mementote…
  • Camp du Ban Saint-Jean, Moselle, La Revie
  • Camp du Ban Saint-Jean Moselle, Nadejda : Espoir

Er ist Vizepräsident und Mitbegründer der Association Franco-Ukrainienne (AFU) für die Rehabilitierung des Massengrabes des Ban Saint-Jean bei Boulay in der Moselle.

Während seines Vortrags wird er die tragische Geschichte dieses Transitlagers (300.000 Gefangene) und Todeslagers (22.000 Tote) vorstellen.

Generalversammlung

Bericht der dritten Generalversammlung

Die dritte Generalversammlung unserer gemeinnützigen Vereinigung „Für Frieden und gegen Krieg“ fand am Mittwoch, den 5. Februar 2020, im 1. Stock des regionalen Kulturzentrums „Aalt Stadhaus“, 38 avenue Charlotte in Differdange (L), statt.

Der Präsident, die Vizepräsidentin und der Sekretär waren anwesend, der Schatzmeister ließ sich entschuldigen und überließ dem Sekretär Christian Welter eine Vollmacht. Sechzehn Mitglieder waren im Saal anwesend, während dreiundzwanzig sich entschuldigen ließen.

Nach der Begrüßung aller Anwesenden berichtete der Präsident ausführlich über alle Aktivitäten, die die Vereinigung im Jahr 2019 im Zusammenhang mit den drei Zielen der Vereinigung organisiert hat.

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Unterstützungsaktionen

Musikinstrumente für Jugendliche in Avdiivka

Unsere Vereinigung „Pour la Paix et contre la Guerre“ finanzierte und schickte 2019 alle Musikinstrumente an eine Gruppe von Jugendlichen, die sich dem Krieg mit der Musik widersetzen.

Avdiivka ist eine Industriestadt in der Ukraine, die an die Stadt Donezk grenzt, die von prorussischen Milizen kontrolliert wird. In der Zeit vor dem Krieg, also vor 2014, konzentrierte sich das kulturelle Leben vor allem auf Donezk. In Avdiivka befanden sich nur Betriebe und Schlafviertel. Seit Sommer 2014 leben die Bewohner von Avdiivka in unmittelbarer Nähe des Frontverlaufs.
Ein ukrainisch-patriotisches Ehepaar, Svetlana und Oleksiy Savkevych, setzt sich seit Anfang des Krieges für Freizeitaktivitäten von Jugendlichen in ihrer Stadt ein. Im Mai 2018 ist es ihnen sogar gelungen, ein Festival der ukrainischen Kultur in Avdiivka zu organisieren.
Dieses Festival hat bei Jugendlichen großes Interesse an der Musik geweckt. Daher wollte Oleksiy einen Musikraum für Jugendliche finden und ausrichten. Es sollte ein Raum sein, in dem Jugendliche sich treffen könnten, weit weg von der Straße und dem Krieg. Die Jugendlichen sollten voneinander lernen und miteinander Musik machen.
Am Anfang trafen sich die Jugendlichen in Garagen und in verlassenen Häusern und gründeten eine Rockband. Sie hatten Gitarren von schlechter Qualität und nur ein altes Schlagzeug, das ihnen eine Stadtbewohnerin geschenkt hatte. Besen dienten als Mikrofonständer. Oleksiy stellte einen Antrag  bei der Stadtverwaltung und den politischen Verantwortlichen, damit ihm ein Raum zugeteilt würde, in dem die Jugendlichen weiterhin Musik machen könnten.
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Unterstützungsaktionen

Kalender 2020 mit Fotos vom Friedensmarsch

Von Ende Juli bis Anfang September 2019 unternahm unser Mitglied Anselmo Malvetti einen Friedensmarsch vom Genfersee bis zum Mittelmeer. Er wollte damit die Aufmerksamkeit auf den russisch-ukrainischen Krieg lenken, dem bisher mehr als 14.000 Menschen zum Opfer gefallen sind und der 1,5 Millionen Ostukrainer aus ihrem Heimatgebiet in die Flucht, meistens in die freie Ukraine, getrieben hat.

Von seiner langen Wanderung stellte uns Anselmo im Herbst die 12 schönsten Fotos, die er gemacht hatte, zur Verfügung. Diese sollten dazu dienen, einen Kalender für 2020 zu gestalten. Frau Lisa Battestini, auch Mitglied unserer Vereinigung, entwarf das Design.

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Ausflüge

Kultureller Besuch im Elsaß

Am 17. und 18. Dezember 2019 hat unsere Vereinigung « Ad pacem » eine kulturelle Studienreise ins Elsass organisiert. Zusammen mit fünfundzwanzig Schülern des Lycée de Garçons Esch-sur-Alzette (L) besuchte sie das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof, das Memorial Alsace Moselle in Schirmeck und das Europäische Parlament in Straßburg.

Besuch des Konzentrationslagers

Am 17. Dezember unternahmen 25 Schüler des Lycée de Garçons in Esch-sur-Alzette (L) eine Studienreise ins Elsass. Drei Lehrer, Claude Pantaleoni, Christian Welter und Frau Dora Almeida, begleiteten die Schülergruppe.
Die erste Etappe führte ins Nazi-Konzentrationslager Natzweiler-Struthof südlich von Straßburg, wo wir gegen 10 Uhr 30 ankamen. Der ganze Ort ist eine « nationale Nekropole », weil 22.000 Menschen, größtenteils politische Häftlinge und Widerstandskämpfer, dort den Tod fanden. Sie hatten sich dem Naziregime widersetzt. Ungefähr 400 Luxemburger wurden dort interniert, von denen viele nicht überlebten.


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