Bike Tour an der Saar (D)
Am 11. Mai 2025 lud das Komitee Ad Pacem zu einer Velotour in die Grenzregion Saarland ein. Der Start war morgens gegen 9Uhr 30 auf einem Parking am Stadtrand von Merzig.
Danach verlief die Tour zum großen Teil durch nahe liegende Wälder und nachmittags entlang der großen Saarschleife.
Pause in Losheim am See
Eine größere Pause legte die Gruppe vormittags in Losheim am See ein, um dann außerhalb des Badeorts durch Wälder weiterzukommen.
Zeitweise auf Fahrradwege, zeitweise auf Landstraßen verlief die Tour bis zur Mittagspause.
Kurzer Halt im Hof der früheren Benediktinerabtei Mettlach
Nachmittags erreichte die Fahrradgruppe Mettlach an der Saar. Innerhalb der Außenmauern der früheren Abtei Sankt Peter und Maria fand eine Pause mit kurzer Besichtigung und Erklärungen der vom 7. bis zum 11. Jh. wichtigen und bedeutenden Benediktinerabtei.
Um 676 gründete der fränkische Adlige Lutwinus die Abtei Sankt Peter und Maria auf einer hochwasserfreien Niedertrasse der Saar am heutigen Ort Mettlach und trat selbst in das Kloster ein, das der Benediktinerregel unterstellt war.
Der Alte Turm
Von dem Klostergebäude ist nichts mehr und von den verschiedenen Kirchen nur noch der Alte Turm erhalten.
Um das Jahr 990 baute Abt Lioffin (987-993) eine Marienkirche als Grabkirche des Gründers. Diese Kirche in Form eines Oktogons, nach dem Vorbild des Aachener Doms, ist heute als der Alte Turm bekannt und stellt das älteste erhaltene sakrale Bauwerk des Saarlandes dar. Der romanische Bau und eine in den 1220 Jahren erworbene Kreuzreliquie sind Zeugnisse der Bedeutung der Abtei im Mittelalter.
Im 18. Jh. erfolgte die Errichtung der spätbarocken Abteigebäude durch den Baumeister der Abtei Wadgassen, den gebürtigen Ebenburger Johann Bernhard Trabucco (1685 – 1768), sowie den sächischen Baumeister Christian Kretzschmar (um 1700 – 1768).
Die Französische Revolution, vor allem aber der Erste Koalitionskrieg ab 1792, bedeutete für das Kloster Mettlach das Ende. In den Jahren 1793/1794 flüchteten die Mönche. Im Jahr 1802 wurde das traditionsreiche Kloster schließlich aufgegeben. Die aus dem 18. Jh. stammenden heutigen Abteigebäude wurden 1802 im Zuge der Säkularisation zu französichem Nationaleigentum erklärt. Danach wurde das gesamte Anwesen an den Papierfabrikanten Leistenschneider aus Trier verkauft.
Seit 1809 im Besitz Villeroy & Boch
Von diesem erwarb im Jahr 1809 Jean-François Boch, der zur dritten Generation der Bochs gehörte, das stark zerstörte Gebäude und setzte es wieder instand. Dabei ließ er es bereits teilweise zu einer Fabrik umbauen. Das Gebäude beherbergt bis heute den Hauptsitz der Firma Villeroy & Boch.

























