Aktionen zur Unterstützung der Ukraine

Neuigkeiten von zwei ukrainischen Studenten deren Studium wir mit Spenden unterstützen

Zwei Studenten, die wir im Moment in der Ukraine dank unserer Spenden unterstützen, haben das Studienjahr 2018-2019 erfolgreich abgeschlossen.

Es handelt sich hierbei zum einen um Susanna Aksenkova, die wir seit 2016 unterstützen. Susanna ist eine fleißige und begabte Studentin, die 2016 die Sekundarschule in Kramatorsk mit Bestnoten abgeschlossen hat. Wegen des Krieges musste sie mit ihrer Mutter aus Horliwka (das heute besetzt ist) flüchten. Dank unserer Hilfe kann sie bis jetzt Medizin studieren, um ihren Traumberuf Ärztin zu werden zu verfolgen. Dank unserer Spenden können wir Susanna u.a. die Miete ihres Zimmers in Charkiw und die Anschaffung von Büchern bezahlen.

Hier ein Auszug aus ihrem Brief, den sie uns kürzlich zukommen ließ:
„Guten Tag.
Meine Sommerprüfungen habe ich sehr gut bestanden. Es geht mir gut.
Besonders möchte ich mich für Ihre finanzielle Hilfe bedanken. Ohne dieses Geld hätte ich keine Möglichkeit wissenschaftliche und praktische Konferenzen und Seminare in meinem Fach zu besuchen. Dank Ihrer Hilfe kann ich die Publikation meiner Forschungsartikel bezahlen und auch Reisekosten decken, wenn ich zu einer Konferenz in eine andere Stadt fahren muss. Außerdem kann ich mir alle nötigen Lehrbücher für das Studium an der Uni anschaffen. Diesen Sommer bleibe ich in den Ferien in Charkiw und arbeite in der Uni-Klinik. Vor kurzem bin ich Mitglied des Ukrainischen Studentenvereins Ingenius geworden und gemeinsam mit anderen Mitgliedern organisieren wir Vorlesungen von praktizierenden Ärzten für Studenten. Die nächste Vorlesung findet im September statt.
Dank Ihrer Hilfe kann ich mein Studium und alle diese Aktivitäten verbinden. Ich danke allen Menschen, die mich mit ihren Spenden unterstützen. Ich wünsche allen viel Gesundheit und gute Erholung in den Sommerferien.
Susanna, am 25. Juli 2019.“

Sie können die ganze Geschichte von Susanna hier nachlesen.

 

Seit September 2018 unterstützen wir außerdem Lev Borodin, einen jungen Informatikstudenten, dessen Familie Binnenfüchtling aus Donezk ist. Sein Fall wurde uns durch die Caritas in der Ukraine vermittelt.
Levs ukrainisch-russische Familie musste, auch wegen ihrer Zugehörigkeit zur Griechisch-katholischen Kirche, aus Donezk fliehen.

Levs Mutter Irina schrieb uns in einem Brief:
„Bis zum letzten Moment haben wir nicht geglaubt, dass ein Krieg möglich sei. Wir nahmen teil an den friedlichen Protestaktionen, am Gebetsmarathon, der die Menschen aus verschiedenen Konfessionen im Gebet für Frieden vereinigt hatte. Aber es nützte nichts. Man hat nach Donezk fremde bewaffnete Menschen gebracht und die schossen auf die friedlichen Demonstranten mit Steinen und Molotowcocktails. Bald gab es Schießereien in der Nähe der Schule; der Donezker Flughafen wurde bombardiert und das griechisch-katholische Kirchengebäude unserer Pfarrei wurde zerstört. Da haben wir die Entscheidung getroffen, vorläufig zu fliehen, in der Hoffnung bald zurückzukommen wenn es wieder Frieden wird.“

Aber bis jetzt ist dies nicht der Fall gewesen. Die Familie flüchtete nach Dnepr, wo sie an Diskriminierung litt. Sie musste dreimal die Wohnung wechseln. Der Familienvater hat bis jetzt keine feste Arbeit gefunden, nur kleine Gelegenheitsjobs. Die Gesundheit des Sohnes Lev, der an angeborener autoimmuner Schilddrüsenerkrankung leidet, verschlimmerte sich bei der Flucht. Er musste immer höhere Dosen an hormonellen Präparaten zu sich nehmen. Außerdem leidet er an Kyphose. Dies bedeutet große Ausgaben für die Familie für Medikamente, Analysen und Kinesiotherapie.
2018 machte Lev sein Abitur und wollte Informatiker werden. Die Kosten für das Studium waren für seine Familie jedoch zu hoch. Im Sommer 2018 haben wir beschlossen, Lev in seinem Studium zu unterstützen mit der Bezahlung der Studiengebühren und der Miete des Wohnheimes.

Lev schreibt uns in seinem letzten Brief:
„Ich möchte vielen Dank sagen an alle Personen, die Spenden für mich gemacht haben. Dieses Geld hat mir ermöglicht ein ganzes Studienjahr an der Kiewer Universität zu studieren. Ich habe viel für meinen zukünftigen Beruf gelernt. Im Winter hatten wir auch ein Praktikum, wo ich theoretisch erworbene Kenntnisse praktisch anwenden konnte und ein Projekt zum Umweltschutz ausarbeiten konnte. Es gefällt mir sehr in Kiew zu studieren, wo ich viele neue Freunde gefunden habe. Ohne Ihre Hilfe wäre das alles nicht möglich. Ich danke Ihnen sehr.
Lev Borodin, am 23. Juli 2019.“

Sie können die ganze Geschichte von Lev hier nachlesen.

Aktionen zur Unterstützung der Ukraine

Friedensmarsch

Seit Donnerstag, dem 25. Juli 2019, hat Anselmo Malvetti, Mitglied unserer Vereinigung, seinen Marsch in den Schweizer Alpen für den Frieden in der Ostukraine begonnen. Seit dem Jahr 2014 befindet sich in diesem Teil Europas die Ukraine in einem Krieg gegen den russischen Aggressor. Dieser Krieg wird heute jedoch von den europäischen Medien weitgehend ignoriert.

Anselmo kennt die Ukraine weil er 2013, ein Jahr vor Ausbruch dieses Krieges, dort war, um humanitäre Hilfe in ein Waisenhaus in Tscherkassy, eine Stadt in der Zentralukraine, zu bringen.

Während dieser Reise besuchte er mit seinen Freunden auch die Krim, damals noch ukrainisch, die 2014 von Russland annektiert wurde als das ukrainische Volk in der Hauptstadt auf dem Maidan demonstrierte für eine Hinwendung des Landes zu Europa und nicht nach Asien.

Als Student und Bürger Europas unterstützt Anselmo das ukrainische Volk auf seinem Weg zu einem unabhängigen Staat, der nicht Russland unterworfen ist. Dafür braucht das Land die Unterstützung Europas. Als Pazifist zeigt er Solidarität mit den unschuldigen Opfern dieses Krieges.

Er lädt alle Interessierten ein, sich ihm auf einen mehrtägigen Marsch für den Frieden in einer wunderschönen Landschaft anzuschließen. Jeder, der ihn in seinen Bemühungen unterstützen möchte, kann den Opfern dieses Krieges in der Ukraine, die wir beim Wiederaufbau ihres Lebens unterstützen, eine Spende zukommen lassen.

Diese Spende kann per Banküberweisung auf das Konto IBAN LU28 0099 7800 0064 0276 (CCRALULL) mit dem Vermerk: Anselmo Malvetti Friedensmarsch erfolgen.

Sie können die Fortschritte von Anselmo verfolgen, indem Sie sich bei Instagram @eefalt.photography oder auf Facebook @eefaltontour anmelden.

Um mehr über Anselmos Motivation für diese Solidaritätsaktion zu erfahren, können Sie oben im PDF-Format sein Interview lesen, das am 19. Juli 2019 in der luxemburgischen Zeitung „Tageblatt“ veröffentlicht wurde.

Erkundung von Konfliktorten

Besuch des Kriegs- und Friedensmuseums in den Ardennen

Am 6. Juli 2019 organisierte der Vereins „Pour la Paix et contre la Guerre“ einen kulturellen Ausflug zum Museum für Krieg und Frieden in Novion-Porcien in den französischen Ardennen. Von 10 Uhr morgens bis zur Mittagsstunde folgten die zwanzig Mitglieder der Gruppe den Erläuterungen von Herrn Alfred Umhey, der uns einen Überblick über die drei großen Kriege gab, die die Ardennen und auch unsere Großregion prägten: den Krieg von 1870, den Ersten Weltkrieg und den Zweiten Weltkrieg. Er erklärte uns auf sehr kompetente Weise die wichtigen Zusammenhänge, die zum Krieg zwischen den Franzosen und den Deutschen führten. Es war auch eine Frage des Verständnisses, dass die Ergebnisse des Krieges von 1870 die Hauptursache des 1. und dann des 2. Weltkrieges waren.

Weiterlesen „Besuch des Kriegs- und Friedensmuseums in den Ardennen“
Generalversammlungen

Die Gründung des Vereins ohne Gewinnzweck sowie die Zielsetzungen

Die Initiative « Pour la Paix et contre la Guerre » („Für den Frieden und gegen den Krieg“) ist im Februar 2015 entstanden, als Folge des Krieges in der Ostukraine. Wir haben einen direkten Kontakt mit Opfern und Binnenflüchtlingen hergestellt und eine konkrete Hilfe geliefert. Dieser Krieg in der Ukraine hat uns jedoch vor Allem zu verstehen gegeben, dass in Europa die seit Ende des Zweiten Weltkrieges andauernden Zeiten des Friedens vorüber sind. Wir betreten eine Zeit, in der Kriege wieder möglich werden, auch in Europa. Dies hat uns dazu bewegt, am 11. Juli 2017 unseren Verein zu gründen.

Die Zielsetzungen unseres Vereins

  • Opfern und Flüchtlingen von Konflikten und Kriegen in Europa helfen mittels Solidaritäts- und Unterstützungsaktionen.
  • Eine Friedenskultur fördern durch Information und Sensibilisierung in den Medien und im öffentlichen Raum.
  • Sich informieren bei Instituten und wissenschaftlichen und anderen Experten, die gewaltlose Lösungen gegen die Konflikte ausarbeiten und vorschlagen, sowie aktiv deren Verbreitung unterstützen.

Erklärung des Logos

  • Die Rakete stellt den Krieg dar, die Zerstörung und den Tod. Sie ist gebrochen; der Kriegt hört auf, wenn die Kräfte des Friedens überwiegen. Letztere werden durch die Taube dargestellt. Der Olivenzweig symbolisiert die Hoffnung sowie das wiederkehrende Leben. Es ist diese Friedensfindung für die wir uns einsetzen.
  • Wir haben uns dafür entschieden, das Grundprinzip unseres Vereins „Ad Pacem Servandam“ (Übers. „Im Dienste des Friedens“) auf Lateinisch zu verfassen, da unser Verein in Europa aktiv ist, ein Europa das von der lateinischen Kultur und Zivilisation geprägt ist. Diese Sprache vermittelt bis heute eine universale und humanistische Dimension.